Safety Mit Sensorhaut aus Industrierobotern Cobots machen
Industrieroboter in Cobots verwandeln, und Cobots ohne Schutzzaun schneller arbeiten lassen – das verspricht die neue Sensorhaut Airskin, die an fast jeden Industrieroboter, Cobot und Greifer nachgerüstet werden kann.
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Das Wiener Unternehmen Blue Danube Robotics hat eine neue Sicherheitstechnologie für die Mensch-Roboter-Kollaboration entwickelt: Die weiche Sensorhaut Airskin. Damit können verschiedene Industrieroboter zu Cobots umgerüstet werden, aber auch Cobots können von der Sensorhaut profitieren.
Cobots mit Traglasten über 10 kg

Geschäftsführer Walter Wohlkinger erläutert: „Mit der Airskin können Roboterhersteller nun ihre bereits etablierten Industrieroboter mit allen Vorteilen auch am Cobot-Markt anbieten. Diese neuen Cobots mit Traglasten über 10 kg und Reichweiten über 1,5 m werden neue Anwendungsfelder eröffnen.“ Mit der weichen Sensorhaut ist es möglich, aktuelle Industrieroboter nachzurüsten und – laut Hersteller unabhängig von Traglast und Größe – in einen sicheren Cobot zu verwandeln. Für bestehende Cobots soll eine zusätzliche Airskin den Vorteil bieten, die maximale sichere Geschwindigkeit enorm zu erhöhen und so schnellere Taktzeiten zu ermöglichen. Airskin für den Universal Robots UR10 wird bereits als zertifiziertes UR+ Zubehör angeboten.
Das druckempfindliche System umhüllt Roboter und Industriegreifer komplett mit einer weichen Haut, die konstant den Druck und Druckveränderungen misst. Innerhalb von 9 Millisekunden nach einer Kollision meldet die Elektronik ein Stop-Signal an die Steuerung und der Roboter hält sofort inne. Da kein Schutzzaun mehr nötig ist, ermöglicht die Technologie Platzersparnis bei konventionellen Anwendungen sowie völlig neue Lösungen. Airskin ist als Sicherheitssensor von TÜV Austria geprüft und nach ISO 13849 PLe zertifiziert.
Mensch und Roboter ohne Schutzzaun Seite an Seite
Das aktuell größte Potential für die Sensorhaut sieht das Unternehmen bei Tätigkeiten mit niedriger Komplexität, die derzeit noch von Menschen ausgeführt werden, allerdings auch problemlos von Robotern übernommen werden könnten. Das sind Applikationen, wo nicht kollaborativ gearbeitet wird, sondern der Roboter und der Mensch sich den Arbeitsraum zeitweise teilen. Dazu zählen typischerweise u.a. Schrauben, Heben schwerer Lasten, Maschinenbestückung und Palettieren.
Für Wohlkinger steht auch bei kollaborativen Industrierobotern immer die Sicherheit der Gesamtanwendung an erster Stelle: „Unsere aktuellen Entwicklungsprojekte fokussieren sich auf Roboter mit Traglasten von zehn bis über 150 kg. Bei all diesen Projekten ist es wichtig, nicht beim Roboter aufzuhören, sondern auch den Greifer mit unserer weichen Sensorhaut zu versehen. Deshalb bieten wir auch bereits für viele Standardgreifer Airskin als Zubehör an.“ Zudem kann Blue Danube Robotics auch individuelle Greifer mit maßgeschneiderten Lösungen ausstatten.
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