Metallverarbeitung Mit Sonnenenergie Aluminium schmelzen
Südafrika besitzt reichlich Sonnenenergie und gleichzeitig viele aluminiumverarbeitende Industriebetriebe. Im Projekt SOLAM entwickeln Wissenschaftler und Unternehmen ein Verfahren, wie Aluminium-Gießereien Sonnenenergie zum Schmelzen des Metalls einsetzen können. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) koordiniert die Forschungsarbeit.
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Südafrika verfügt über große Rohstoffvorkommen, die Energieversorgung erfolgt noch zu über 90 % aus heimischer Kohle. Das Land gehört damit zu den 15 größten Verursachern von Treibhausgasen der Welt, ist aber gleichzeitig stark vom Klimawandel betroffen. Die Metallproduktion ist mit rund 30 % der größte Sektor in der produzierenden Industrie. Mit einem solaren Verfahren zur Schmelze von Metallen sinken der Ausstoß von CO2 und die Energiekosten. Neben dem DLR-Institut für Solarforschung wird das Unternehmen aixprocess aus Aachen sein Know-how zur Anlagensimulation einbringen. Projektpartner aus Südafrika sind die Forschungszentren CSIR und NFTN, der größte südafrikanische Stromversorger Eskom sowie das Ministerium für Wissenschaft und Technologie DST.
Spiegel konzentrieren die Sonnenenergie

Neben der Anlage erstellen die Projektpartner auch ein Logistikkonzept, wie die Aluminiumschmelze von der zentralen solaren Schmelzanlage zu den Produktionsbetrieben, die das Metall weiter verarbeiten, transportiert werden kann. Basierend auf den Erkenntnissen der Demonstrationsphase soll auch ein Businessplan für eine kommerzielle Pilotanlage ausgearbeitet werden. „Ziel des Projektes ist es, ein energieeffizientes und kostengünstiges Verfahren zu entwickeln, das, je nach Bedarf, in unterschiedliche Anlagengrößen umgesetzt werden kann“, fasst DLR-Projektleiterin Dr. Martina Neises-von Puttkamer zusammen.
Erste Tests am DLR-Sonnenofen in Köln

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt SOLAM im Rahmen der Fördermaßnahme „Internationale Partnerschaften für nachhaltige Klimaschutz- und Umwelttechnologien und -dienstleistungen – CLIENT" im Rahmenprogramm "Forschung für nachhaltige Entwicklung“. Die hier geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekte sollen die Zusammenarbeit mit Schwellenländern stärken und nachhaltige Lösungen zur Reduktion der Umweltbelastung in den Partnerländern erarbeiten. Das Projekt läuft von April 2015 bis März 2018.
Bild: David Siu, CC BY 2.0, flickr.com
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