Mitarbeiter-Training Mitarbeiter als Trainer für Kollegen nutzen
Wie können Sie ein regelmäßiges Mitarbeiter-Training durchführen, ohne die Mitarbeiter permanent in Seminare zu schicken? Ein möglicher Lösungsweg für Mitarbeiter-Training ist, deren Führungskräfte und erfahrene Mitarbeiter zu Trainern auszubilden.
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Immer wieder stehen Unternehmen vor der Herausforderung, viele Mitarbeiter regelmäßig zu schulen - zum Beispiel ihre Servicetechniker, damit diese technische up-to-date sind. Oder ihre Produktionsmitarbeiter, damit sie optimal zusammenarbeiten. Oder ihre Verkäufer, damit sie im Kundenkontakt das gewünschte Verhalten zeigen.
In der Vergangenheit beschritten die Betriebe hierbei meist folgende Wege:
- Weg 1: Sie trainierten ihre Mitarbeiter mit eigenem Schulungspersonal. Das scheitert in der Praxis oft daran, dass den Betreibern zu wenig Weiterbildungsprofis zur Verfügung stehen.
- Weg 2: Sie übertragen die Schulungsaufgabe externen Trainingsanbietern. Der Nachteil hiervon ist: Dieses Vorgehen ist meist recht teuer. Ein weiterer Nachteil ist: Die externen Trainer kennen in der Regel die Abläufe und Feinstrukturen im Unternehmen nicht. Also müssen sie zunächst selbst geschult werden.
Keine Zeit für Seminare
Unternehmen bereitet der Einsatz externer Trainer zuweilen Magendrücken: Sie können ihre Mitarbeiter nicht regelmäßig für ein, zwei Tage auf Seminar schicken. Denn dann stünden zum Beispiel die Maschinen in ihren Produktionen still. Oder ihre Verkaufsräume wären verwaist. Solche Ausfälle können sich Betriebe oft nicht leisten.
Auch von ihren Mitarbeitern erhalten die Unternehmen zuweilen das Signal: „Ich kann nicht ein, zwei Tage auf Seminar fahren.“ Das gilt zum Beispiel für alle Unternehmen und Unternehmensbereiche, in denen viele Mütter arbeiten - oft in Teilzeit. Diese wollen oder müssen mittags oder abends vielfach zuhause sein, um ihre Kinder zu betreuen.
Aus all diesen Gründen fand in der Vergangenheit gerade in mitarbeiterstarken operativen Bereichen der Unternehmen oft keine systematische Weiterbildung der Mitarbeiter statt. Meist beschränkte sie sich auf ein sporadisches Anleiten. Einen solchen Verzicht auf Weiterbildung können sich heute viele Beriebe nicht mehr leisten. Hierfür ist der Wettbewerb zu stark. Außerdem sind die Kundenansprüche und somit auch die Anforderungen an die Mitarbeiter gestiegen. Auch der technische Fortschritt macht vielfach ein Neu- und Umlernen unumgänglich.
Erfahrene Mitarbeiter als Trainer ausbilden
Um den wachsenden Weiterbildungsbedarf bewältigen zu können, beschlossen einige Unternehmen bereits vor Jahren: Fortan sollen unsere Führungskräfte ihre Mitarbeiter trainieren und bei der Arbeit coachen. Also bilden sie diese zu Trainern aus. Der Vorteil dieses Vorgehens:
- Die Mitarbeiter können arbeitsplatznah und somit zeitnah geschult werden.
- Auch große Mitarbeitergruppen können in kurzer Zeit weiterqualifiziert werden.
- Treten beim Umsetzen des Gelernten im Arbeitsalltag Probleme auf, dann können diese schnell behoben werden.
Ein solches Vorgehen setzt jedoch voraus: Die vorhandenen Führungskräfte bringen die zum Ausbilden und Trainieren ihre Mitarbeiter erforderliche Kenntnisse und Erfahrungen mit. Das ist aber gerade, wenn es um das Einführen technischer Neuerungen und Verfahren geht, oft nicht der Fall. Das sind die Führungskräfte meist ebenso Lernende wie ihre Untergebenen.
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