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Neue Hardware: COM Express mini-Format, Maxi-Performance
Das Anforderungsprofil an die neue Hardware war also klar definiert: Gefordert war zu aller erst ein kleiner Formfaktor mit verlustleistungsarmer SFF-Prozessortechnologie. Schließlich sollte das Optovist Sehtestgerät über kompakte Außenmaße (39 x 24 x 44 cm) verfügen, um auch tatsächlich handlich und transportabel zu bleiben. Hohe Robustheit ohne anfällige Lüfter und geringes Gewicht für einen jahrelangen, zuverlässigen mobilen Einsatz zählten auch zum Lastenheft. Neben dem ultra-kleinen Format sollte die neue Hardware jedoch auch über gute Performance verfügen. Schließlich bedarf es bei Sehtests einer schnellen und präzisen Grafikleistung.
Und nicht zuletzt war auch Dual-Display-Support gefragt, um hochauflösende Grafiksignale sowohl an das interne Display für den Sehtest als auch an das externe Bedienpanel. Darüber hinaus waren spezifische Interfaces gefordert, um das Bedienpanel über ein Kabel anzuschließen, für die Ansteuerung der Schrittmotoren für die elektrische Höhenverstellung des Gerätes, sowie für die Ansteuerung der 28 LEDs für die orientierende Gesichtsfeldprüfung.
Um all diese Anforderungen unter einen Hut zu bekommen war kein Standard Singleboard Computer einsetzbar. Deshalb suchte sich die Vistec AG einen Embedded Design Partner, der über das nötige Hardware- und Design-In Know-how verfügt, um das erforderliche Custom-Design auf dem Baseboard umzusetzen - von der gemeinsamen Planung des Systems bis hin zur endgültigen Realisierung des Serienprodukts. Mit b-plus suchte sich Vistec dabei einen Partner aus, der über hohe Expertise bei der Anbindung von Displays verfügt und eine Vielzahl von sowohl Board-Designs und Firmware Lösungen als auch Gehäuse Integrationen vorweisen kann.
Full Custom-Design vs. Computer-on-Module
Zu Beginn der Planung stand die Frage im Raum ob eine komplett kundenspezifische Boardentwicklung sinnvoll ist – gerade wegen der Anforderungen eines platzsparenden Designs und der spezifischen Schnittstellen. Schnell war aber klar, dass eine Lösung mit standardisierten Computer-on-Modulen und individuellem Carrierboard deutliche Vorteile gegenüber einem Full Custom-Design bietet. Denn zum einen lassen sich Lösungen auf Basis von kompakten COTS-Modulen nicht nur genauso platzsparend, sondern vor allem auch deutlich schneller und kosteneffizienter umsetzen als individuell entwickelte Designs.
Zum anderen war für die Vistec AG die Zukunftssicherheit des neuen Systemdesigns eines der wichtigsten Kriterien. D.h. die verwendete Hardware sollte auch nach Jahren noch verfügbar bzw. später problemlose Upgrades ermöglichen –bei voller Hard- und Softwarekompatibilität zum bestehenden Systemdesign. Bei Full Custom-Boards kann man nicht so einfach nur CPU und Chipsatz austauschen. COTS-Module hingegen lassen sich mühelos austauschen und auf das bestehende Carrierboard aufstecken; und das, wenn sie auf einem breit unterstützten und zukunftssicheren Standard basieren, sogar noch nach vielen Jahren.
Ein weiterer Vorteil von standardbasierten Modulen: Der Kunde ist nicht auf einen einzigen Hersteller festgelegt, sondern kann bei Bedarf auch problemlos Module verschiedener Anbieter in sein System integrieren.
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