CNC-Technik

Modulare Holzbearbeitungsmaschine kommt mit zwei Bedienpersonen aus

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Kommunikation mit dem Leitrechner

Die verschiedenen Maschinenmodule tauschen übergeordnet per Realtime-Ethernet Daten aus. Die Kommunikation mit dem Leitrechner – der unter anderem zuständig ist für die Berechnung/Bereitstellung der Produktionsdaten, Teileverfolgung und Werkzeugverwaltung – basiert auf Twincat ADS.

Die ganze Komplexität der Anlage spiegelt sich in den Eckdaten des Automatisierungssystems wider: Als Steuerungsrechner in allen Modulen sowie als Leitrechner dient je ein Schaltschrank-Industrie-PC C6140 von Beckhoff mit Raid-System, die über kundenspezifische Beckhoff-Touchpanel mit Tastererweiterung bedient werden. Einschließlich der vorgelagerten Hobelmaschine sind insgesamt 102 Servoachsen zu steuern. Ergänzend umfasst das Ethercat-System 1804 digitale Ein- und 1516 digitale Ausgänge, zahlreiche analoge I/Os und Twinsafe-Klemmen – zur Realisierung einer Anlaufsperre und eines globalen Not-Halts – sowie diverse andere Klemmen, wie die EL6001 für den Anschluss von RS232-Geräten.

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Die neue Produktionsanlage

Die Kundenanforderungen im Markt für hochwertige Holzfenster sind das Maß, an dem die neue Produktionsanlage gemessen wird. Hierzu erläutert Bieber-Geschäftsführer Philippe Beyer: „Wir decken das komplette Spektrum von Standardfenstern bis hin zum individuellen Einzelstück ab. Dabei zeichnet uns vor allem die hohe Qualität aus, insbesondere im wichtigen und anspruchsvollen Markt USA, wo beispielsweise Bill Gates zu unseren Kunden gehört. Es geht somit in erster Linie um eine gesteigerte Flexibilität, aber auch um eine größere Produktionsleistung und eine weiter verbesserte Produktqualität. Dafür brauchen wir die neue, innovative Anlage von Koch. Und es hat sich schon jetzt gezeigt, dass mit ihr unsere Produkte eine technische Evolution erfahren.“

Die Anforderungen der Praxis optimal umgesetzt

Yves Kuhl, Anlagenplaner bei Bieber, ergänzt: „Die hohen Anforderungen durch die großen Stückzahlen werden dank der hohen Leistung und Positioniergeschwindigkeit innerhalb der Anlage optimal erfüllt. So erreichen wir im Schnitt einen Durchsatz von zwei Werkstücken pro Minute und damit einen Ausstoß von rund 800 Fensterteilen pro Schicht. Zudem bietet die Koch-Anlage viele Funktionen, wie Profilwechselfräsen, die mit den bisherigen Einzelanlagen nicht möglich waren. Und vor allem ist das Produkt am Ende ein Fertigprodukt mit allen Bohrungen und Dübeln, das nur noch gepresst werden muss.“ Koch-Softwareexperte Oliver Bexte fügt hinzu: „Mit unserer neuen Anlage deckt Bieber rund 80 % seiner Produktion ab. Daher muss bei einem etwaigen Anlagenstillstand möglichst schnell reagiert werden können. Dies ist mit ein Grund für den durchgängigen Einsatz der Beckhoff-Steuerungstechnik. Denn wir nutzen überall die gleichen PCs, Ethercat-Koppler und I/Os, sodass ein Austausch im Fehlerfall schnell, einfach und oft sogar ohne Monteur möglich ist.“ Philippe Beyer sieht noch einen weiteren Vorteil: „Die PC-Technologie vereinfacht zudem die Anbindung an die ERP-Ebene. Alle Produktionsdaten gehen von der EDV direkt an den Leitrechner von Koch, d. h. die Anlage ist optimal in unser Firmennetzwerk integriert. “

* Stefan Ziegler, Marketing Communications, Beckhoff Automation

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