MTP und OPC UA
Neuer Standard für die schnelle Konfiguration

Von Helmut Ritter, Bachmann Electronic 4 min Lesedauer

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Der Standard MTP ist ein junges Mitglied in Familie der Profibus-Nutzerorganisation e. V. (PNO). Dieser wurde in den vergangenen Jahren von VDI, VDE und NAMUR in Zusammenarbeit mit Universitäten entwickelt.

Bei Neuentwicklungen wie beispielsweise diesem Gasmotor achtet das Maritime Zentrum der Hochschule Flensburg sorgfältig darauf, dass eine MTP-Integration gleich mit umgesetzt wird.(Bild:  Bachmann)
Bei Neuentwicklungen wie beispielsweise diesem Gasmotor achtet das Maritime Zentrum der Hochschule Flensburg sorgfältig darauf, dass eine MTP-Integration gleich mit umgesetzt wird.
(Bild: Bachmann)

Die meisten Leser aus dem Automatisierungsbereich kennen GSD oder GSDML-Gerätebeschreibungsdateien. Diese werden vom Hersteller eines Profibus- oder Profinet-Gerätes geliefert, um die Inbetriebnahme der Klemme am Feldbus zu vereinfachen. Dazu lädt der Automatisierungstechniker die Beschreibungsdatei in ein Konfigurationswerkzeug und erzeugt eine Feldbuskonfiguration.

MTP (Module Type Package) verfolgt einen vergleichbaren Ansatz, nur auf einer höheren Ebene: Statt einer Feldbusklemme beschreibt eine MTP-Datei ein ganzes Aggregat oder Gewerk wie einen Kran, eine Ölaufbereitungsanlage oder zumindest eine Pumpe. Man kann typisch davon ausgehen, dass hinter jeder MTP-Datei auch eine Steuerung mit einem OPC UA-Server steht. Diese Steuerung verwendet Statusmaschinen in ihrer programmierten Logik, trifft Entscheidungen auf Grund von Parametern, nimmt Befehle an und kann Störungen anzeigen.