Insys Microelectronics Nach Aus für analoge Standleitungen: Lösungen für jede Anwendung

Redakteur: Ines Stotz

Die Telekom stellt zum 30. September 2009 den Betrieb der analogen Standard-Festverbindungen ein, um die Strecken durch digitale Dienste zu ersetzen. Deshalb benötigen viele Betreiber

Anbieter zum Thema

Die Telekom stellt zum 30. September 2009 den Betrieb der analogen Standard-Festverbindungen ein, um die Strecken durch digitale Dienste zu ersetzen. Deshalb benötigen viele Betreiber von Mess- und Meldesystemen bis dahin eine technisch adäquate und betriebswirtschaftlich vertretbare Alternative.

Nachdem sich „die Standleitung“ seit Jahrzehnten etabliert hat und für viele Anwendungen nicht mehr wegzudenken ist, sind die Einsatzfelder vielfältig: sie reichen von der Zeiterfassung und Zählerfernauslesung über die Alarm- und Sicherheitstechnik bis hin zu Remote-Controlling und -Monitoring. Ebenso vielfältig ist die Schar der Betreiber vom kommunalen Wasserversorger bis zum industriellen Konzern. Die technische Basis all dieser Anwendungen sind serielle Geräte, die mit Standleitungsmodems über gemietete Standleitungen mit entfernten Gegenstellen oder übergeordneten Systemen verbunden sind.

Viele Standleitungsnutzer sind durch die Abkündigung der Telekom verunsichert, machen jedoch aus der Not eine Tugend und überdenken ihre Kommunikationsstrukturen neu. Dabei gewinnen Funklösungen an Bedeutung – nicht zuletzt wegen der hohen Verfügbarkeit, unkomplizierten Inbetriebnahme und kostengünstigen Realisierung.

Damit altbewährte Geräte und neue Übertragungstechnologien die gewünschten Ergebnisse liefern, sind bei der Auswahl der geeigneten Ersatz-Medien verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, wie z.B. die örtlichen geographischen Gegebenheiten, die Verfügbarkeit öffentlicher Netze oder eigener Kommunikationswege, die Architektur des Gesamtnetzes mit seinen einzelnen Komponenten, betriebsbedingte Anforderungen an die Verfügbarkeit (Echtzeitanwendung) und Redundanz sowie die Umbau-, Investitions- und Betriebskosten. Die von der Telekom als Alternative angebotenen digitalen ISDN-Standverbindungen sind in der Regel teurer und nicht langfristig verfügbar.

GPRS als Standleitung

Insys bietet zur Verwirklichung der drahtlosen Standleitung gleich mehrere Lösungen: Mit den Mobilfunk-Modems und -Routern der Baureihen INSYS GPRS und MoRoS lassen sich virtuelle Festverbindungen über die öffentlichen Mobilfunknetze einrichten. Auf dieser Grundlage können sehr kostengünstige Quasi-Standleitungen realisiert werde, da bei der Abrechnung der paketvermittelten Datendienste GPRS, EDGE und UMTS nur das übermittelte Datenvolumen (Traffic) abgerechnet wird. EDGE und UMTS haben geringe Signallaufzeiten und eignen sich daher besonders für zeitkritische Anwendungen.

Das Modem INSYS GPRS serial verhält sich für eine Applikation mit RS232-Schnittstelle wie ein herkömmliches Modem und leitet die Daten transparent durch das Mobilfunk-Netz.

Mit den Mobilfunk-Modems und -Routern von INSYS, wie z.B. mit INSYS GPRS (links) oder mit MoRoS GPRS (rechts), lassen sich kostengünstige virtuelle Standleitungen einrichten (Archiv: Vogel Business Media)

Das INSYS GPRS/EDGE 5.0 serial kann Datenverbindungen auch als Rückruf auf einen Telefonanruf (Call back) oder nach Erhalt einer SMS aufbauen. Damit sind auch Verbindungen vom Internet in Standard-Mobilfunk-Netze möglich. In der Ethernet-Ausführung ist das INSYS GPRS 5.0 Ethernet ein GPRS Ethernet-Router mit NAT und Port forwarding – lokal kann ein einzelnes Ethernet-Gerät oder eines LAN angeschlossen werden.

Die robusten Industrierouter MoRoS GPRS, MoRoS EDGE und MoRoS UMTS vereinen den Funktionsumfang eines Modems, eines Routers und eines 4-Port-Switches in einem kompakten Hutschienengehäuse. Die Geräte haben eine RS232-Schnittstelle zum Anschluss der seriellen Bestands-Geräte, verfügen über Dial-In- und Dial-Out-Funktionalität, NAT und Port Forwarding. Damit können die Geräte der MoRoS-Produktfamilie ständig, zeit- oder ereignisgesteuert Verbindungen aufbauen, sind über preiswerte fixedIP-Lösungen sogar von der Leitstelle aus erreichbar oder können von Client zu Client kommunizieren. Als PRO-Versionen sind sie zusätzlich mit VPN und Firewall für höchste Datensicherheit, redundantem WAN-Interface und einem Serial-Ethernet-Gateway erhältlich.

Mit dieser Funktionsvielfalt ist jeder Betreiber für die Migration zur paketorientierten Datenübertragung bestens gerüstet. Nutzern und Betreibern von privaten analogen Standleitungen bietet INSYS auch weiterhin die Schaltschrank-Modems zur Verbindung von zwei (INSYS Modem LL) und mehreren Endgeräten (INSYS Modem PL) an.

Halle 7, Stand A46

(ID:291787)