Vier Robotikexperten – Teil 2 Nachgefragt: Wie KI-Robotik die Automatisierung bewegt
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Die flexible Fertigung verbindet KI-gestützte Bildverarbeitung, mobile Roboter, Cobots und modulare Zellen, die mit autonomen mobilen Robotern vernetzt sind und per Software miteinander kommunizieren sowie koordiniert werden. Wir haben mit vier Robotikexperten über Trends und Potenziale gesprochen.
Alexander Mühlens: Humanoide Roboter beziehungsweise mobile Roboter sind derzeit große Trendthemen. Im Bereich der humanoiden Roboter wird intensiv geforscht und entwickelt, es gibt aber auch schon die ersten Leuchtturmprojekte, die die Kommerzialisierung versprechen. Wir bei Igus haben im letzten Jahr einen kostengünstigen Fingergreifer für unseren hauseigenen Rebel Cobot entwickelt, um einen weiteren Schritt in der Forschung von humanoiden Robotern zu gehen. In der mobilen Robotik sind fahrerlose Transportsysteme, die auch autonome Entscheidungen treffen können, nicht mehr wegzudenken. Sie übernehmen zum Beispiel Transportaufgaben in der Automobilproduktion oder auch Aufgaben in der Gastronomie. In der Industrie heißt das konkret: Roboter, die an verschiedenen Stationen arbeiten können. Dazu werden fahrerlose Transportsysteme (FTS) genutzt, auf die ein Roboter montiert wird. Mit unseren neuen mobilen Robotern bieten wir für diesen Trend verschiedene kostengünstige Lösungen an – vom Ausbildungsbetrieb bis zu hin zu KMU. Die mobilen Roboter von Igus bestehen aus unserem Rebel Cobot, der sich auf unterschiedlichen FTS-Plattformen mithilfe von Kamerasystemen und Sensoren fortbewegt. Unsere Roboter mit mobiler Plattform und Cobot bewegen sich in einem Preisbereich von 10.000 bis 20.000 Euro.
Andrea Alboni: Aktuell sehen wir einen klaren Trend hin zur Flexibilität und Anpassungsfähigkeit in der Robotik und Automatisierung. Unternehmen setzen verstärkt Cobots ein, die es ihnen ermöglichen, schnell auf sich ändernde Anforderungen und Produktionsumgebungen zu reagieren. Zudem gewinnt nach wie vor die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter an Bedeutung, um Effizienz und Sicherheit zu maximieren. Dazu tragen aktuell vor allem Cobots bei, die höhere Lasten bewegen können. In Zeiten des Arbeitskräftemangels unterstützen diese Unternehmen bei anstrengenden Tätigkeiten – wie dem Palettieren oder dem Beschicken von Maschinen. Nicht zuletzt werden künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning weiterhin einen großen Einfluss auf Robotiksysteme haben und ihnen dazu verhelfen, sich flexibel an neue Gegebenheiten anzupassen. Dazu zählt auch die Zuhilfenahme von generativer KI oder Predictive Maintenance.
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