Managementnormen

Neue Anforderungen der ISO 9001 und ISO 14001 - wie weit sind die Unternehmen?

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Die Einschätzung von DNV GL

Um eine geeignete, Fakten basierte Risikobewertung durchzuführen, ist es ausschlaggebend, die beeinflussenden Faktoren zu verstehen. Außerdem muss ein effizientes Managementsystem etabliert sein, das sicherstellt, das beabsichtigte Unternehmensziel zu erreichen.

Oft ist die größte Herausforderung, externe Faktoren, die das Unternehmen beeinflussen, zu verstehen und zu analysieren. Ein guter Anfang ist die Überprüfung und Auswertung der bereits vorhandenen Informationen. Solche Maßnahmen können in verschiedenen Funktionsbereichen, wie Marketing/Sales, Design, Einkauf, Recht, etc. durchgeführt werden. Nicht einmalig, sondern als fortlaufender Prozess, der sich an veränderte Bedingungen anpasst. Obwohl es nicht explizit gefordert ist, empfehlen wir eine Dokumentation der Ergebnisse, um einen beständigen und wiederholbaren Prozess zu gewährleisten.

Der externe Kontext von Unternehmen variiert in Abhängigkeit von Faktoren wie zum Beispiel Branche, Größe, Standort, Grad der Regulierung, Wettbewerb. Laut der Norm ISO 31000, auf der das Kapitel 4.1 basiert, umfasst der externe Kontext eines Unternehmens mindestens folgendes:

• Kulturelle, politische, rechtliche, regulatorische, finanzielle, technologische, wirtschaftliche, naturbedingte, demografische und wettbewerbsspezifische Gegebenheiten internationaler, nationaler oder regionaler Art,

• wichtige Treiber und Trends, welche die Ziele der Organisation beeinflussen, einschließlich Änderungen der Kundenbedürfnisse

• die Beziehungen zu externen Interessengruppen sowie deren Erwartungen und Wertvorstellungen.

Zum Verständnis des internen Kontextes eines Unternehmens sollten mindestens folgende Punkte berücksichtigt werden:

• Unternehmensführung, Organisationsstruktur, Rollen und Verantwortlichkeiten

• Unternehmenspolitik und Ziele sowie die Strategien, um diese zu erreichen,

• Fähigkeiten in Bezug auf Ressourcen und Wissen (z.B. Kapital, Zeit, Menschen, Prozesse, Systeme und Technologien),

• Informationssysteme, Informationsflüsse und Entscheidungsprozesse (formelle wie auch informelle),

• die Beziehungen zu internen Interessengruppen, deren Erwartungen und Wertvorstellungen sowie die Unternehmenskultur

• Normen und Richtlinien, die angewendet werden

• Form und Umfang von Vertragsverhältnissen.

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