Der Hersteller SEW-Eurodrive hat seinen Automatisierungsbaukasten Movi-C um eine aktuelle Controller-Variante ergänzt. Der UHX65A kann mit zahlreichen Sensoren und Aktoren kommunizieren. Außerdem gibt es neue Funktionsmodule sowie ein neues Visualisierungsportfolio.
Die neuen Komponenten aus dem Movi-C-Visualisierungsportfolio bieten viel Flexibilität für Anzeige und Bedienung für Maschinen (v.l.n.r.): Operator Terminal OPT11D, Web Operator Panel WOP11D, Movi-C Controller standard UHX65A, Handheld-Terminal DOP21C-T70.
(Bild: SEW)
Um die Anwendungsmöglichkeiten seiner Steuerungstechnik zu erweitern, bringt SEW-Eurodrive eine neue Variante des Movi-C Controllers progressive auf den Markt. Sie bietet neben der EtherCat-Controller- auch wahlweise Profinet-I/O-Controller- oder Ethernet/IP-Scanner-Funktionalität. Dadurch lassen sich viele Sensoren und Aktoren, die mit Profinet-I/O-Schnittstelle ausgestattet sind, durch die Steuerung auslesen und ansteuern. Somit können Automatisierer vielfältige Mischtopologien mit einem Gerät einfach verwirklichen.
Über entsprechende Gateways lassen sich an den Controller UHX65A-M auch I/O-Link- -Sensoren einfach anbinden. Gerade bei Retrofitprojekten, bei denen die bestehende Infrastruktur unterhalb der Steuerung bestehen bleiben soll, führt dies zu kosteneffektiven Lösungen. Doch auch Neuprojekte, bei denen Sensoren zum Einsatz kommen, die ausschließlich mit Profinet-I/O-Schnittstelle verfügbar sind, lassen sich nun umsetzen.
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Zusätzliches Betriebssystem auf dem Controller
Neben den neuen Schnittstellen-Funktionen hat der Movi-C Controller UHX65A eine Reihe weiterer Eigenschaften, die über die Funktionen einer Kopfsteuerung oder eines Motion-Controllers deutlich hinausgehen. So lässt sich ein zusätzliches Windows-10-IoT-Betriebssystem ausführen, um maschinennahe Algorithmen und Applikationen in Hochsprachen auszuführen.
Die Hypervisor-RTS-basierte Architektur des Geräts stellt sicher, dass die beiden Betriebssysteme unabhängig voneinander agieren. Das Windows-Betriebssystem lässt sich individuell anpassen, um spezielle Anforderungen wie Sicherheitsregeln der Kunden-IT zu erfüllen. Damit kann beispielsweise die Anbindung an MES/ERP-Systeme sicherheitsgerecht nach den Regeln des Kunden leicht und direkt aus dem Produktionsnetzwerk umgesetzt werden.
Portfolio der Funktionsmodule erweitert
In den meisten Fällen werden I/O-Module an die Steuerung angeschlossen, die die Signale von Sensoren einlesen oder Steuersignale an Aktoren weitergeben. Auch hier hat der Hersteller sein Portfolio um entsprechende Module signifikant erweitert. Neben den bereits vorhandenen digitalen- und analogen Ein- und Ausgangsmodulen gibt es jetzt auch Funktionsmodule wie Zähler, eine Schnittstelle für Wegmesssysteme mit Synchron-Serieller-Schnittstelle (SSI), sowie Module zur Erfassung von Signalen von Dehnmessstreifen, zum Beispiel für Wägezellen. Darüber hinaus wurden auch Module in funktional sicherer Ausführung in das Portfolio aufgenommen. Mit diesen Geräten lassen sich beispielsweise Sicherheitslichtgitter, Safety Scanner und Sicherheitsschalter in das Gesamtsystem einbinden.
Über ein durchdachtes Mechanikkonzept lassen sich bis zu 64 Module an einen Buskoppler aneinanderreihen. So können sie sehr schnell an eine Hutschienenleiste angehängt werden. Die Verdrahtung erfolgt mit Federzugklemmtechnik an die treppenförmige Verdrahtungsebene. Die Funktionsmodule lassen sich von der Verdrahtungsebene abnehmen und somit leicht austauschen. Aneinandergereiht sind die Module gleichzeitig mit dem internen Rückwandbus verbunden. Dieser arbeitet mit einer Übertragungsrate von 48 Mbit/s und ermöglicht so schnelle Reaktionszeiten.
Hard- und Software für Visualisierung
Schließlich ist für die meisten Maschinen und Anlagen eine funktionelle und ansprechende Anlagenvisualisierung gefordert. Sowohl im Bereich der panelbasierten als auch der PC- und controllerbasierten Visualisierung stellt der Hersteller neue Produkte vor. Die Panels gibt es für den Gehäuseeinbau oder als Handbediengeräte, mit unterschiedlichen Bildschirmdiagonalen von 4,3" bis 15,2". Hier läuft das Visualisierungsprogramm unmittelbar auf dem integrierten Controller des Displays. Es kommuniziert mit der Steuerung über eine Ethernet- oder RS485-Leitung und funktioniert auch bei langen Kabelleitungen. Diese Touch-Displays gibt es sowohl im preisgünstigen Kunststoffgehäuse als auch in extrem robuster Metallausführung. Im Bereich der PC- und controllerbasierten Visualisierungslösungen bietet der Hersteller mit dem Softwarebaustein Movikit Visualization eine Softwarelösung an.
Die Inbetriebnahme ist in die Codesys-Entwicklungsumgebung der Engineeringsoftware Movisuite integriert. Damit ermöglicht sie den direkten Zugriff auf die Objekte und Variablen aus dem IEC-Programmcode. Das ermöglicht die parallele Programmierung der Visualisierung und des Steuerungsprogramms. Um die Erstellung der Visualisierung noch weiter zu vereinfachen und zu beschleunigen, bietet SEW-Eurodrive in Kürze verschiedene Vorlagen an, die lediglich in der Entwicklungsumgebung angelegt und mit den entsprechenden Variablen zu verknüpfen sind. Somit sind Seiten für die Diagnose oder den Service des Antriebssystems im Handumdrehen fertig und der Programmierer kann sich auf die eigentliche Steuerungsaufgabe konzentrieren.
Stand: 08.12.2025
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Das Softwaremodul Movikit Visualization zur Ausführung auf dem PC- und dem Controller gibt es in mehreren Varianten. Die Visualisierung für Windows-10-Betriebssysteme ist besonders sinnvoll, wenn sie auf dem Windowsteil der Steuerung oder auf anderen Windows-PCs zur Ausführung gebracht werden soll. Das Movikit lässt sich jedoch auch als Webvisualisierung nutzen. In diesem Fall kann man mit einem Internetbrowser per Tablet oder Smartphone auf die Anzeige der Steuerung zugreifen.
* Hans-Joachim Müller ist Marktmanager für Antriebselektronik und Steuerungstechnik bei SEW-Eurodrive in Bruchsal