Forschung Neuer Energiespeicher vereint Batterie und Elektrolyseur

Quelle: TU Berlin 1 min Lesedauer

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Ein Forschungskonsortium mit Beteiligung der TU Berlin sucht nach neuen Werkzeugen für die Energiewende. Ein erster Demonstrator der neuen Batterie soll bis zum Ende des Jahres entstehen.

Das Besondere der Zn-H2-Batterie ist, dass beim Entladen die Energie sowohl in Form von Strom wie auch als Wasserstoffgas bereitgestellt wird.(Bild:  deepagopi2011 - stock.adobe.com)
Das Besondere der Zn-H2-Batterie ist, dass beim Entladen die Energie sowohl in Form von Strom wie auch als Wasserstoffgas bereitgestellt wird.
(Bild: deepagopi2011 - stock.adobe.com)

Die Technische Universität Berlin hat erste Erkenntnisse über eine neuartige Zink-Wasserstoff-Batterie geteilt. Laut einer Mitteilung soll diese mit einem hohen Wirkungsgrad Strom speichern und beim Entladen auch Wasserstoff freisetzen können. Erste Tests des neuen Energiespeichers ergaben einen Wirkungsgrad von 50 Prozent bei der Stromspeicherung und 80 Prozent bei der Wasserstofferzeugung.

Die Forscher nutzten dafür eine Kombination aus negativer Zink-Elektrode und dem Prinzip der alkalischen Wasser-Elektrolyse. Als positive Gegenelektrode kommt dabei eine spezielle Wasserstoff/Sauerstoff-Gaselektrode zum Einsatz, die als Elektrokatalysator dient, heißt es weiter. Beim Entladevorgang spaltet der Katalysator der Gaselektrode von den Wassermolekülen (H2O) Wasserstoffmoleküle (H2) ab. Dieser Wasserstoff entweicht und kann gespeichert und weiterverwendet werden. „Erst beim Wiederaufladen der Batterie vollzieht sich der zweite Teil der Elektrolyse, die Abgabe von Sauerstoff“, sagt Peter Strasser, Leiter des Fachgebiets „Electrochemical Catalysis, Energy and Materials Sciences“ an der TU Berlin.

Damit diese Prozesse kontinuierlich ablaufen können, müsse dem neuen Energiespeicher Wasser in der Menge zugeführt werden, in der Wasserstoff und Sauerstoff entweichen. Der Wasserstoff selbst könne direkt als Rohstoff in Prozessen der chemischen Industrie verwendet oder in herkömmlichen Brennstoffzellen oder Turbinen in Strom umgewandelt werden. Ein Vorteil gegenüber den weit verbreiteten Lithium-Ionen-Akkus ist außerdem die Beschaffung der Rohstoffe: Stahl, Zink, Kaliumhydroxid und Wasser sind deutlich günstiger und zudem leichter recyclebar.

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