Robotik Neues Bewertungsmodell stuft humanoide Roboter ein

Quelle: Fraunhofer IPA 1 min Lesedauer

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Das Modell macht Humanoide vergleichbar, erleichtert das Finden des passenden Humanoiden für eine Anwendung und zeigt offene Themen in der Technologieentwicklung.

Mit dem Humanoid Capabilities Navigator bietet das Fraunhofer IPA der Industrie ein praxisnahes Instrument, um Potenziale humanoider Roboter realistisch zu bewerten.(Bild:  Fraunhofer IPA/Foto Rainer Bez)
Mit dem Humanoid Capabilities Navigator bietet das Fraunhofer IPA der Industrie ein praxisnahes Instrument, um Potenziale humanoider Roboter realistisch zu bewerten.
(Bild: Fraunhofer IPA/Foto Rainer Bez)

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA hat mit dem „Humanoid Capabilities Navigator“ ein Bewertungsmodell vorgestellt, das die technischen Fähigkeiten humanoider Roboter systematisch vergleichbar macht. Laut einer Mitteilung soll das Modell Unternehmen dabei unterstützen, Einsatzpotenziale humanoider Systeme realistisch zu bewerten und Investitionsentscheidungen fundierter zu treffen.

Bislang fehlte ein einheitlicher Maßstab, um Leistungsfähigkeit und Reifegrad verschiedener Systeme objektiv einzuordnen. Genau hier setzt der am Standort Heilbronn entwickelte Ansatz an, der im Rahmen der Fraunhofer Heilbronn Forschungs- und Innovationszentren (HNFIZ) entstanden ist.

Herstellerunabhängige Vergleichsbasis

Der Navigator orientiert sich konzeptionell an den Automatisierungsstufen des autonomen Fahrens und bewertet Humanoide anhand von vier Fähigkeitsfeldern: Mobilität, Manipulation, Kognition sowie Safety und Security. Einzelne Fähigkeiten werden dabei auf einer Skala von 0 bis 4 klassifiziert, von nicht vorhanden bis hochautonom auf menschlichem Niveau oder darüber. Dadurch entsteht erstmals eine herstellerunabhängige Vergleichsbasis, so die Forscher.

Im Whitepaper demonstriert das Forschungsteam die Anwendung anhand typischer Industrieprozesse wie Be- und Entladung, Kommissionierung, Maschinenbedienung und Wartung. Während komplexe Logistikaufgaben hohe Anforderungen an Kognition, Manipulation und Sicherheit stellen, lassen sich strukturierte Tätigkeiten einfacher automatisieren.

Ein Praxistest mit dem humanoiden Roboter G1 von Unitree Robotics zeigt laut Fraunhofer deutliche Fortschritte etwa bei der Mobilität, gleichzeitig aber weiterhin Entwicklungsbedarf für industrielle Anwendungen. Das Modell mache solche technologischen Lücken sichtbar und hilft, Forschungsprioritäten abzuleiten sowie Marktentwicklungen besser einzuschätzen.

Der Navigator ist auf der Website des Fraunhofer-Instituts verfügbar.

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