Roboter erobern neue Branchen wie Service und Logistik. Gleichzeitig werden die Maschinen mit künstlicher Intelligenz immer leistungsfähiger. Neue Produkte gibt es unter anderem von Omron, ABB, United Robotics Group und Comau.
In der Robotik-Branche erscheinen immer mehr Produkte, die von KI unterstützt werden.
(Bild: ABB)
Robotik für Service und Logistik
Ulink ist mit 3D-Llidar- und PL-Lidar-Systemen für maximale Präzision bei der Mobilität ausgestattet.
(Bild: United Robotics Group)
Die United Robotics Group hat die neue modulare Ulink-Serie für Einzelhandel, Lagerlogistik und Produktion vorgestellt. Bei Ulink handelt es sich um eine hochflexible, vielseitige Plattform für eine schnelle Anpassung und Unterstützung in Logistik und Automatisierung. Sie ist mit IDE-, SDK- sowie Flottenmanagement-Tools ausgestattet und erlaubt die nahtlose Integration und Steuerung verschiedener Komponenten wie Lidars, Motoren oder Sensoren. Dank leistungsstarker Softwarefunktionen für die Konfiguration und Verwaltung von Roboteranwendungen, aber auch mittels Sensoren und entsprechendem Zubehör kann der Roboter verschiedene logistische Herausforderungen im Handel und in der Lagerhaltung problemlos bewältigen. Die Ulink-Zubehörschnittstelle ist ebenfalls modular aufgebaut, so dass die Nutzungsfläche eine Nutzlast von bis zu 60 Kilogramm tragen kann. Die Seer-Navigationssteuerung erlaubt Lieferungen in einem vordefinierten Bereich von bis zu 400.000 Quadratmetern. Der Roboter soll in Einzelhandels- und Logistikumgebungen wie Kaufhäusern, Supermärkten, Lagerhäusern und Fulfillment-Zentren, aber auch Fabriken und Produktionsstätten sowie Flughäfen und Gesundheitseinrichtungen zum Einsatz kommen.
Kleine Hochgeschwindigkeitsroboter
Die Roboter der S-Familie wurden nach Fraunhofer-Verfahren auf Energieeffizienz geprüft und zertifiziert und sind mit einer Reichweite von 1700 Millimetern und einer Wiederholbarkeit von plus/minus 0,03 Millimetern erhältlich.
(Bild: Comau)
Comau hat seine neue S-Familie kleiner, aber leistungsstarker Roboter angekündigt. Die ersten beiden Hochgeschwindigkeitsroboter mit Nutzlasten von 13 Kilogramm bis zu 18 Kilogramm sind ausdrücklich für Montage-, Lichtbogenschweiß- und Handhabungsanwendungen vorgesehen, bei denen der Fokus auf Genauigkeit und Wiederholbarkeit gelegt wird. Die kompakten, robusten und vielseitigen Roboter können problemlos in kleine Räume und enge Bereiche gelangen, die mit anderen Robotern schwer zu erreichen sind. Neben der Automatisierung von Schweiß-, Handhabungs-, Gießerei-, Automobil- und Batterieherstellungsprozessen kann die S-Familie auch für Lebensmittel und Getränke sowie allgemeine Montageanwendungen eingesetzt werden. Die Roboter können am Boden, an der Wand oder an der Decke montiert werden.
Neue Modelle erhöhen Präzision
Deltas D-Bot-Serie mit Schutzart IP66 und fortschrittlichen Sicherheitsprotokollen verspricht einen sicheren und effizienten Arbeitsbereich.
(Bild: Delta)
Delta führt sechs hochflexible Modelle der D-Bot-Serie kollaborativer Industrieroboter ein. Das Portfolio umfasst Cobots mit Traglasten von bis zu 30 Kilogramm, Reichweiten von bis zu 1.800 Millimetern, Kompatibilität mit Ethercat, Modbus und Codesys sowie die Integration von 24-Bit-Encodern. Damit lässt sich ein optimales Maß an Präzision gewährleisten, insbesondere bei Pick & Place-, Schweiß- und Palettier-Anwendungen. Die Serie umfasst die Modelle: D-Bot 6, D-Bot 8, D-Bot 10, D-Bot 16, D-Bot 20 und D-Bot 30, mit einer Nutzlast von 6 bis 30 Kilogramm. Diese Modelle verfügen über sechs Achsen für Flexibilität und Präzision und bieten Geschwindigkeiten von bis zu 200 Grad pro Sekunde und eine Genauigkeit von plus/minus 0,02 Millimetern. Ihre Reichweite reicht von 800 bis 1.800 Millimeter und eignet sich für die unterschiedlichsten Einsatzanforderungen. Die Integration von 24-Bit-Encodern erhöht die Präzision und gewährleistet eine gleichbleibende Leistung.
Roboterarme von Mitsubishi Electric
Die Kombination aus intelligenter Roboter-Hardware und Software mit einer nahtlose Integration in bestehende Produktionslinien eröffnet den Anwendern auch im Hinblick auf Digitalisierung völlig neue Möglichkeiten.
(Bild: Mitsubishi Electric Europe)
Die neuen Melfa Roboterarme von Mitsubishi Electric vereinen fortschrittliche Hardware, intelligente Software und eine nahtlose Integration in die digitale Fertigungsumgebung. Mit dem Melfa RV-12CRL hat Mitsubishi Electric einen vertikalen Knickarmroboter auf den Markt gebracht, der eine Reichweite von 1.504 Millimetern und eine Traglast von 12 Kilogramm bietet. Integrierte Funktionen, die die Inbetriebnahme vereinfachen, die Sicherheit erhöhen und die Ausfallzeiten reduzieren sind weitere Vorteile. Er gehört zur kostengünstigen CR-Serie, die bei weniger Variantenvielfalt die hohen Industriestandards erfüllt.
Schlauer Assistent für den Werker
„Der Schlaue Klaus“ erkennt den Arbeitsfortschritt und reagiert situationsabhängig. Der Werker bekommt am Bildschirm die Schritt-für-Schritt-Anleitung.
(Bild: Krieg)
„Der Schlaue Klaus“ unterstützt manuelle Arbeitsprozesse. In Kombination mit einem ergonomischen Arbeitsplatz werden so maximale Produktivität, Effizienz und Flexibilität erreicht. Hinter dem Namen steckt ein Werkerassistenzsystem von Optimum und Arbeitsplatzspezialist Krieg. Das System soll Menschen einarbeiten und anleiten können. „Der Schlaue Klaus“ ist modular aufgebaut und kann für jeden Anwendungsfall individuell konfiguriert werden. Die digitalen Arbeitsanweisungen lassen sich einfach und ohne Programmierkenntnisse erstellen. Typische Anwendungsfälle sind beispielsweise die Wareneingangskontrolle (SK Receipt), die automatische optische Identifikation (SK Ident), die manuelle Montage (SK Assembly), die THT-Bestückung und die automatische optische Inspektion (SK Inspect). Vor Ort werden eine oder mehrere Kameras verwendet, um den Arbeitsbereich zu beobachten. Anleitungen erfolgen mittels Augmented Reality, die optische Kontrolle mit 2D-Kameras. Die eingezogenen Bilder werden von einer Bildverarbeitungs-Software analysiert und mit der eingestellten digitalen Arbeitsanweisung verglichen. Die Kamera prüft optische Merkmale gegen Referenzdaten. So können zum Beispiel Farben, Formen, Muster, Texte und Bar-/QR-Codes gelesen und mit dem Sollwert abgeglichen werden.
Stand: 08.12.2025
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Robotersteuerung der nächsten Generation
In der Automobilindustrie ermöglicht Omnicore eine Steigerung der Produktionsleistung von robotergestützten Pressenlinien von 12 auf 15 Hübe pro Minute und damit die Herstellung von 900 Teilen pro Stunde.
(Bild: ABB)
ABB Robotics hat Omnicore auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um eine intelligente Automationsplattform. Sie ermöglicht die vollständige Integration von KI-, Sensor-, Cloud- und Edge-Computing-Systemen, um hochmoderne und autonome Roboteranwendungen zu entwickeln. Die Bewegungssteuerung von Omnicore ermöglicht eine Bahngenauigkeit der Roboter von unter 0,6 Millimetern, selbst wenn mehrere Roboter bei hohen Geschwindigkeiten von bis zu 1.600 Millimetern pro Sekunde arbeiten. Das eröffnet neue Automatisierungsmöglichkeiten in Bereichen wie Lichtbogenschweissen, Handydisplaymontage, Kleben und Laserschneiden, in denen höchste Präzision gefragt ist. Im Vergleich zur bisherigen ABB-Steuerung ermöglicht Omnicore einen bis zu 25 Prozent schnelleren Roboterbetrieb und einen um 20 Prozent geringeren Energieverbrauch. Es ersetzt die Robotersteuerung IRC 5 von ABB, die im Juni 2026 ausläuft. Kunden, die mit IRC 5 arbeiten, erhalten von ABB weiterhin Ersatzteile und Serviceleistungen für die verbleibende Nutzungsdauer der Roboter.
Virtueller Fleet Manager für mobile Roboterflotten
Der Omron Fleet Manager, eine Software für das Management von AMR-Flotten, wurde für den Einsatz auf Hypervisor-Plattformen umgestaltet.
(Bild: Omron)
Omron veröffentlicht die neue Software Fleet Operations Workspace (Flow) Core 4.0. Die Plattform ermöglicht es Unternehmen, die Funktionen autonomer mobiler Roboter (AMR) der Serien LD, MD und HD zu erweitern, ihre Integration zu vereinfachen und das Flottenmanagement zu optimieren. Die Software-Suite Flow Core unterstützt die Koordinierung von Auftragszuweisungen und Ladeplänen, strategische Navigations- und Verkehrssteuerung sowie nahtlose Integration mit IT- und OT-Systemen wie MES, ERP oder WMS. Mit dem Datenanalysepaket Flow IQ können Anwender das Layout der drahtlosen Infrastruktur aus Sicht des Roboters visualisieren und überwachen. Eine dynamische Wireless-Netzwerkdiagnose ermöglicht die Konvergenz von IT und OT und beschleunigt den Einsatz der AMR-Flotte sowie die Lösung von Wifi-Problemen.