Workshop Sicherheitsfunktionen Normen richtig anwenden am Beispiel der Funktion „Sicherer Halt“ in der Automatisierungstechnik
Neue Aspekte erfordern neue Denkansätze, bieten aber auch neue Spielräume. Das gilt einmal mehr bei der bewährten EN 954 (Sicherheitsnorm für Maschinensteuerungen). Ein Workshop geht auf alle Fragen zu diesem Thema ein.
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Der Automatisierungsgrad von Produktionseinrichtungen ist signifikant gestiegen. Wo beispielsweise noch vor kurzem ein zentraler Antrieb über eine Königswelle mechanisch starr mit allen Bewegungsabläufen verkoppelt war, sind heute viele Einzelantriebe über elektronische Getriebe koordiniert. Mit der Steigerung der Maschinenfunktionalität steigen jedoch oft auch die Sicherheitsrisiken für Maschinenbediener. Da manuelle Eingriffe hinter die Schutzgitter von nicht abgeschalteten Maschinen oft unumgänglich sind, (z.B. bei Inbetriebnahme, Einrichtbetrieb oder Störungsbehebung) muss sichergestellt werden, dass Antriebsbewegungen nicht zu Gefährdungen führen können.
Allgemeine, normenübergreifende Gestaltungsregeln werden vermittelt
Für Maschinenhersteller ist es also unumgänglich, bestehende Risiken mit Hilfe von technischen und organisatorischen Maßnahmen zu minimieren. Ziel ist es, optimalen Bedienerschutz zuverlässig, anwenderfreundlich, produktionsfreundlich, mani pulationsresistent und preisgünstig zu gestalten. Eine ganze Reihe neuer Normen (ISO 13849, IEC 61508, EN 62061, IEC 61800-5-2 etc.) befasst sich mit dieser Thematik. Neue, über die bewährte EN 954 (Sicherheitsnorm für Maschinensteuerungen) hinausgehende Aspekte erfordern neue Denkansätze, bieten aber auch neue Spielräume. Doch schon die Frage, welche Norm für die Integration von Sicherheitstechnik bei einer bestimmten Aufgabenstellung die zukunftsorientiert optimale ist, lässt sich nicht mit einem Satz beantworten.
Der hier vorgestellte Workshop vermittelt allgemeine, normenübergreifende Gestaltungsregeln und einen Überblick über aktuelle Normen. Als Einstieg in die Thematik wird ein Designbeispiel für “sicheren Halt” der Steuerungskategorie 3 gem. EN 954-1 (neu Bezeichnung: ISO 13849-1) erarbeitet und bis hin zur Zertifizierung dargelegt. Die Anwendung der neuen ISO 13849 wird Schritt für Schritt erläutert. Darauf aufbauend werden Grundzüge der Normen IEC 61508, EN 62061 und IEC 61800-5-2 vermittelt.
Hier gibt es Hilfe für die Konstruktionspraxis
Der Workshop ist praxis- und zukunftsorientiert und mit zahlreichen Quellenangaben, Internetadressen und Produktbeispielen versehen. Teilnehmer und Zielgruppe: Der Workshop richtet sich an Konstrukteure, Entwickler und Produktverantwortliche, deren Aufgabenstellung Kenntnisse über das Gebiet des sicherheitsgerichteten Produktdesigns erfordert und bietet neben Detailwissen zur Funktion „Sicherer Halt“ (STO) einen Überblick über aktuelle Normen, technische Möglichkeiten, organisatorische Hintergründe und den Realisierungsaufwand von sicherheitsgerichteten Funktionen.
Das Seminar erarbeitet Basismethoden
Das Seminar bietet folgenden Seminarinhalt:
- Grundlagen in Kurzform
Risikobeurteilung und Steuerungskategorien, EN 1050, EN 954-1 Stopp-Kategorien,
EN 60204-1 Sicherheits- Betriebsarten, DKE-AK 226.03
- Sicherheitsprinzipien
Interaktive Erarbeitung von Basismethoden
- Designbeispiel und Zertifizierung
Beispielapplikation und Designbeispiel: Integration der Funktion “Sicherer Halt“ in einen
Servoregler/Frequenzumrichter, Gestaltungsregeln für Hardware, FMEA (Failure Mode
and Effects Analysis), Zertifizierung, weitere Gestaltungsoptionen
- Produktbeispiele
Frequenzumrichter und Servoregler mit der integrierten Funktion “Sicherer Halt“; Prinzipien und
Besonderheiten, Sicherheitsgerichtete Maschinenausrüstung, Trends
- Grundzüge der IEC 61508
Vergleich mit der ISO 13849, Grundzüge verwandter Normen wie der EN 62061
und der IEC 61800-5-2
- Die neue Sicherheitsnorm ISO 13849
Grenzen der EN 945, Grundlagen der ISO 13849, Anwendung der pr EN ISO 13849 Schritt für
Schritt, Performance-Level-Berechnung, Gemeinsamkeiten mit der IEC 61508
- Sicherheitsnormen im Vergleich
EN 954, ISO 13849, IEC 61508, IEC 62061 Kennwerte, Gemeinsamkeiten, Unterschiede
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