fahrerlose Transportfahrzeuge
Fahr-Lenk-System ermöglicht hohe Flexibilität und Beweglichkeit

Von Patrick Schumacher, Director Productmanagement Division IDT bei EBM-Papst St. Georgen; Ellen-Christine Reiff, M.A., Redaktionsbüro Stutensee 4 min Lesedauer

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Welche Fahrzeugkonzepte bei fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) zum Einsatz kommen, kann stark variieren. Wenn die Ansprüche an Beweglichkeit, Flexibilität, Positioniergenauigkeit oder Dynamik hoch sind, bieten sich Fahr-Lenksysteme an, mit denen sich die FTF omnidirektional selbst aus dem Stand in alle Richtungen bewegen können.

Fahr-Lenksystem für fahrerlose Transportfahrzeuge, bei denen es auf Wendigkeit, Traglast, Dynamik oder Positioniergenauigkeit ankommt.(Bild:  ebm-papst)
Fahr-Lenksystem für fahrerlose Transportfahrzeuge, bei denen es auf Wendigkeit, Traglast, Dynamik oder Positioniergenauigkeit ankommt.
(Bild: ebm-papst)

Wie bei so vielem gibt es auch bei fahrerlosen Transportfahrzeugen keine eierlegende Wollmilchsau und es muss das passende Fahrzeugkonzept zu den Gegebenheiten der jeweiligen Anwendung gefunden werden. Während bei Greenfield-Lösungen die Fahrzeuge meist genügend Platz zum Rangieren bekommen, geht es beim Nachrüsten bestehender Anlagen (Brownfield) meist deutlich enger zu und die Fahrzeuge müssen entsprechend wendiger sein. Auch die Möglichkeit zur Feinpositionierung gilt es zu berücksichtigen, zum Beispiel wenn das Fahrzeug Übergabestellen sehr präzise anfahren und dazu rangieren muss. Weitere Punkte sind die geforderte Dynamik beim Beschleunigen und Bremsen sowie das Gewicht der zu transportierenden Lasten.

Geklärt sein muss außerdem, wie schnell sich die Fahrzeuge bewegen müssen, damit der Logistik- oder Produktionsprozess optimal abläuft. Sind solche Fragen rund um die Anwendung beantwortet, wird sich der Hersteller für ein Konzept entscheiden. Neben Fahrzeuggröße und Batteriekapazität liegen die wesentlichen Unterschiede dann in der Anzahl der benötigten Antriebs- und Bockräder sowie ihrer Traglast.