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Mit Drehgebern für präzise Einsätze neues Feld besetzt
Vollständige Information lautet die zweite Werte-Säule. „Wir haben die Strukturen bei uns so gestaltet, dass niemand den Zugang zu Informationen als Währung der Macht einsetzen kann“, so Leeser. „Unser Anspruch ist nicht zu motivieren, sondern unsere Mitarbeiter zu emanzipieren.“ Hinter dem Wertebegriff „Dynamische Entwicklung“ steckt die Spielfreude und der Anspruch, sein Spezialwissen weiterzugeben und sich so entbehrlich zu machen, damit es nirgends in den Abläufen hakt.
Was der Mitarbeiter davon hat? Mit der vierten Säule „Faires Geben und Nehmen“ haben die Leeser-Brüder das Wertesystem fein austariert. „Es funktioniert nur, wenn wir das genauso leben.“ Tatsächlich sei sogar sein Geschäftsführergehalt offen einsehbar. „Für die Mitarbeiter“, ergänzt er.
Klingt womöglich ein wenig nach „Tschakka“- Mentalität, ist aber höchst funktionell angelegt, „eben wie DNAs mit ihren Aminosäureketten“, so Leeser. Und scheint zu greifen. So kam Fraba Posital runderneuert nach dem Spielfreude-Prinzip mit einer Reihe von Neuerungen auf den Markt. Mit den 2013 eingeführten magnetischen Ixarc-Drehgebern etwa hat Posital die magnetische Abtasttechnik aufgewertet. Sie warten mit einer Auflösung von 16 Bit und einer Genauigkeit von 0,09 Grad auf und haben sich Leeser zufolge für Präzisionseinsätze etabliert.
Magnetische Abtasttechnik als kostengünstige Alternative
Die meisten der in Slubice gefertigten Drehgeber basieren auf der magnetischen Abtasttechnik. Bei der Entwicklung dieser kompakten und kostengünstigen Alternative zu den aufwendigeren optischen Hochleistungssystemen positioniert sich Posital als federführend, zumal die Fraba-Gruppe Eigner der energieautarken Wiegand-Technologie ist – und sich auch mit 100-jähriger Firmengeschichte im Rücken offenbar nicht ausruhen mag. Dazu passt auch, dass sie zu den Gründungsmitgliedern der BiSS Association für die Verbreitung von Open-Source-Kommunikationsprotokollen gehört.
Die hochauflösenden magnetischen Anbau-Drehgeber der Ixarc-Serie sind auch die technologische Basis der neuen magnetischen Kit-Encoder. Die montagefreundlichen Einbau-Kits gibt es wahlweise als absolute multiturnfähige Sensorsysteme und neuerdings – mit der Open-Source-Schnittstelle BiSS Line – auch für die Einkabeltechnik.. „Wir schließen die Performance-Lücke zwischen den klassischen Resolvern und den deutlich teureren optischen Abtastsystemen“, ordnet Leeser den Stellenwert solcher Entwicklungen ein. „Diese Einbau-Kits schaffen Herstellern von Servomotoren ganz neue Möglichkeiten in Sachen Motor-Feedback. Wir wollen uns damit nach der Anbaugeber-Welt auch die Einbaugeschäfte erschließen, wo die Platzhirsche Heidenhain, Sick und Hengstler heißen.“ Spielfreude inklusive.
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