Steckverbinder

Power over M12: Energie dezentral im Feld verteilen

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Dezentrale Energieverteilung

Neu im Produkt-Programm von Phoenix Contact ist die Energieverteilungsbox für DC-Applikationen. Die Box besitzt vier T-kodierte Ports, über welche jeweils 2 x 9,25 A oder aber 1 x 10 A und 1x 5 A an die Endverbraucher übertragen werden können. Die acht Strompfade sind jeweils separat mit 10 A abgesichert. Die Energiezufuhr des Verteilers erfolgt über Standardleitungen sowie über ein steckbares Tüllengehäuse, das Kontakteinsätze und separate Crimp-Kontakte besitzt. Optional verfügt die Box auch über eine Diagnosefunktion, die mit Hilfe einer 12 poligen M12 Steckverbinder-Leitung mit der Steuerung im Schaltschrank verbunden werden kann. Somit kann der jeweilige Status der einzelnen Strompfade der Verteilerbox über die Eingänge der Steuerung abgefragt werden.

Mit dieser Lösung kann zum ersten Mal überhaupt eine dezentrale Energieverteilung auf Basis des M12-Systems umgesetzt werden. Ein großer Vorteil der Dezentralisierung ist der Einsatz von nur einer Hauptenergieleitung zur Verteilerbox. Von dieser Position aus kann dann mit reduzierten Leitungsquerschnitten zu den einzelnen I/O-Modulen weiter verdrahtet werden.

Durch den kompakten Aufbau der Verteilerbox und der Steckverbinder bieten sich dem Maschinenkonstrukteur zahlreiche neue Möglichkeiten. Aufwendige und mit hohen Kosten verbundene Verteilerkästen, die Reihenklemmen und zusätzliche Sicherungsautomaten zur Querschnittsverjüngung beinhalten, können durch das M12-Power-Verteilungssystem vollständig ersetzt werden. Auch die früher schon und auch heute noch immer gerne eingesetzten Steckverbinder vom Typ 7/8-Zoll oder M17 können jetzt durch das System M12-Power abgelöst werden. Durch das „Plug and Play“-System, über das die Steckverbinder aus dem M12-Produktprogramm von Phoenix Contact verfügen, werden auch weiterhin Verdrahtungsfehler sowie die daraus resultierenden aufwendigen Fehlersuchen vermieden.

Fazit

Für die Dezentralisierung der Energieverteilung stehen ab jetzt zukunftsweisende Komponenten auf der Basis der universellen Steckverbinder-Lösung M12 zu Verfügung. Die Vorteile dieser standardisierten Schnittstelle liegen hauptsächlich darin, dass aufwendige Verteilerkästen oder größer aufbauende Steckverbindersysteme ersetzt werden, und dass Verdrahtungsfehler durch das Plug and Play vermieden werden. Für diese dezentrale Energieverteilung umfasst das Programm von Phoenix Contact konfektionierte M12-Leitungen, frei konfektionierbare Steckverbinder mit Schraubanschluss, einen Y-Verteiler sowie die oben beschriebene Verteilerbox. Auch die neuen M12-Power Kodierungen K, L und M werden in Zukunft den Steckverbinder-Markt im Bereich der Leistungsübertragung prägen - und somit eine Vielzahl an neuen Produkten dafür hervorbringen.

* Tobias Dietel, staatl. geprüfter Elektrotechniker, Produkt-Marketing Industrial Field Connectivity, Phoenix Contact, Blomberg

(ID:43807790)