ZVEI Elektro- und Digitalindustrie steht schwieriges Jahr bevor

Quelle: ZVEI 2 min Lesedauer

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Inflation, hohe Zinsen und hohe Energiepreise machen der Branche auch 2024 zu schaffen. Dies wirkt sich auch negativ auf die Prognose des Wirtschaftsverbands aus.

„2023 ist für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie insgesamt recht ordentlich gewesen“, bilanziert ZVEI-Präsident Gunther Kegel das vergangene Jahr im Rahmen der ZVEI-Jahresauftaktpressekonferenz. (Bild:  ZVEI)
„2023 ist für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie insgesamt recht ordentlich gewesen“, bilanziert ZVEI-Präsident Gunther Kegel das vergangene Jahr im Rahmen der ZVEI-Jahresauftaktpressekonferenz.
(Bild: ZVEI)

Der ZVEI erwartet für die Elektro- und Digitalindustrie 2024 eine leichte Wachstumsdelle. Laut einer Mitteilung rechnet der Verband mit einem Produktionsrückgang um 2 Prozent. Grund dafür sei ein schwieriges konjunkturelles Umfeld, das von Inflation, hohen Zinsen und hohen Energiepreisen geprägt ist.

Das vergangene Jahr konnte die Branche gut abschließen. Die reale, preisbereinigte Produktion sei bis einschließlich November 2023 um 1,4 Prozent gesteigert worden. Dies gelang, da Unternehmen ihre historisch hohen Auftragsbestände abarbeiten konnten, während die Neubestellungen ab dem zweiten Quartal bereits zurück gingen. Die nominalen Erlöse der Branche konnten um 8 Prozent auf 242 Milliarden Euro gesteigert werden, so der ZVEI. Eine weitere Rekordmarke.

Mit einem Plus von 7 Prozent verzeichnete die Batteriesparte den größten Produktionszuwachs, gefolgt von elektronischen Bauelementen mit 6 Prozent, Energietechnik mit 4 Prozent und Automation mit 3 Prozent. Gebrauchsgüter verzeichneten dagegen mit einem Minus von 13 Prozent einen deutlichen Rückgang.

Europäischer Binnenmarkt gewinnt an Bedeutung

2023 konnten die Ausfuhren (einschließlich der Re-Exporte) um 4 Prozent auf 256 Milliarden Euro gesteigert werden. Mehr als die Hälfte – 133 Milliarden Euro – verblieb in der Europäischen Union, heißt es weiter. Der europäische Binnenmarkt werde damit immer wichtiger. Von der EU fordert der ZVEI daher mehr Mut und eine insgesamt deutlich innovationsoffenere Haltung. „Unser Eindruck ist, dass die EU aktuell beim Einsatz von künstlicher Intelligenz vor allem regulatorisch vorprescht und dabei viel zu wenig präzise ist. Die vorliegende KI-Verordnung droht so zu einer massiven Innovationsbremse zu werden, die mit unnötigen bürokratischen Kosten und einem hohen Maß an Rechtsunsicherheit für die Industrie einhergeht“, sagt ZVEI-Präsident Gunther Kegel. Positiv bewertet der Verband, dass die EU zur Stärkung ihrer technologischen Souveränität die strategische Bedeutung von Schlüsseltechnologien herausstellt. Es sei wichtig, stärker in Ökosystemen zu handeln.

Der Verband betonte außerdem, dass von rechtsextremen Kräften in Deutschland aktuell große Gefahr ausgehe. Diese könnten nicht nur der demokratischen Grundordnung sowie der Freiheit und dem Ansehen Deutschlands schaden, sondern auch dem Wirtschaftsstandort. Der ZVEI will daher mit einer eigenen Kampagne zur Teilnahme an der Europawahl motivieren.

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