Qualitätssicherung Prüfanlage zur vollautomatischen Brinell-Härteprüfung

Redakteur: Ines Stotz

Um die Qualitätssicherung zu automatisieren, hat das Unternehmen Hegewald & Peschke eine Roboter-basierte Härteprüfanlage entwickelt, mit deren Hilfe sich die Härte von Bauteilen und

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Um die Qualitätssicherung zu automatisieren, hat das Unternehmen Hegewald & Peschke eine Roboter-basierte Härteprüfanlage entwickelt, mit deren Hilfe sich die Härte von Bauteilen und Fertigerzeugnissen vollautomatisch prüfen lässt. Eine Prüfanlage dieser Art wurde jetzt bei einem Baden-Württembergischen Automobilzulieferer erfolgreich installiert, um dort die Härte von Motorblöcken vollautomatisch schnell und zuverlässig zu bestimmen.

Das neue vollautomatische Härteprüfzentrum verleiht der industriellen Qualitätssicherung neue Impulse, denn es bietet hohe Prüfgeschwindigkeiten bei einer bedienerunabhängigen Auswertung sowie einer automatischen Registrierung der Prüfergebnisse. Bei Bedarf lassen sich so gesamte Produktserien lückenlos prüfen, ohne dass eine Person die Ergebnisse einzeln bzw. manuell auswerten muss.

Kundenspezifische Härteprüfung

Die Härteprüfanlage ist modular (Baukastensystem) aufgebaut und lässt sich je nach Bedarf durch Probenbearbeitungsmodule oder zusätzliche Prüfsysteme (z.B. zur geometrischen Vermessung und zur Bestimmung der Rauhigkeit) ergänzen. Hierdurch erschließen sich vielfältige Anwendungsfelder im Bereich der Qualitätssicherung. So lassen sich neben Motorblöcken bspw. auch Stahl- bzw. Aluminiumfelgen, Gehäuseteile und vieles mehr prüfen. Dabei ist es jederzeit möglich, das System an die speziellen Anforderungen jedes einzelnen Kunden anzupassen.

Beispielablauf im automatischen Härteprüfzentrum

Die zu prüfenden Bauteile werden mit Hilfe eines Linearbandes in das Härteprüfzentrum transportiert, wo sie zuerst von einer Identifikationsstation erfasst werden. Diese scannt die Seriennummer jedes einzelnen Bauteils, das unmittelbar danach von dem Roboter aufgenommen und im Härteprüfer positioniert wird. Hier findet nun eine vollautomatische Brinell-Härteprüfung statt. Der Motorblock kann über einen motorisch betriebenen X-Y-Kreuztisch automatisch in vorher definierte Prüfpositionen verfahren werden. Unmittelbar danach finden eine Gut-Schlecht-Trennung sowie eine Kennzeichnung der Bauteile entsprechend ihrer Güte in der Identifikationsstation statt. Das Handling wird dabei komplett vom zentral positionierten Roboter übernommen. Im Anschluss daran nimmt der Roboter den Motorblock wieder auf, um es auf ein zweites Linearband abzulegen, welches ihn dann zur weiteren Bearbeitung oder zur Verpackung befördert.

Leistungen und Einsatzgebiete des vollautomatischen Härteprüfzentrums

Mit Hilfe des automatischen Härteprüfzentrums aus dem Hause Hegewald & Peschke lässt sich eine lückenlose Qualitätssicherung an Bauteilen, Fertigerzeugnissen oder Halbzeugen mit hoher Präzision durchführen. Hierbei übernimmt der Roboter die zentralen Handling-Aufgaben zwischen den einzelnen Prüfstationen, die zuvor nur mit hohem Zeit- und Mannaufwand realisiert werden konnten. Zudem werden mögliche Fehler, die sich im Rahmen der manuellen Prüfung ergeben, eliminiert.

Je nach Bedarf arbeitet das automatische Härteprüfzentrum von Hegewald & Peschke mit Hilfe der Vickers-Methode, des Rockwell- oder des Brinell-Verfahrens. Hierdurch können die verschiedensten Materialien je nach Anforderung zuverlässig auf ihre Härte geprüft werden. Auf Grund des realisierten Baukastensystems lässt sich das Modul ‚Härteprüfer‘ bei Bedarf auch durch eine Universalprüfmaschine ersetzen oder ergänzen. In diesem Fall können vollautomatische Zug-Druck-und Biegeversuche realisiert werden.

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