Mythen und Fakten
Was Quantencomputer können – und was nicht

Quelle: Quantum Brilliance 3 min Lesedauer

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Der diesjährige Physiknobelpreis hat Quantencomputer noch stärker in die Öffentlichkeit gerückt. Rund um die Funktionsweise und das Potenzial der komplexen Technologie kursieren jedoch zahlreiche Mythen. Dr. Mark Mattingley-Scott, Europachef von Quantum Brilliance, einem deutsch-australischen Hersteller von Quantenhardware, klärt auf.

Dr. Mark Mattingley-Scott, Europacheff von Quantum Brilliance(Bild:  Quantum Brilliance)
Dr. Mark Mattingley-Scott, Europacheff von Quantum Brilliance
(Bild: Quantum Brilliance)

Das ist als pauschale Aussage nicht korrekt, entscheidend ist das Einsatzgebiet. Auf einem Quantencomputer lässt sich zum Beispiel gängige Office-Software nicht sinnvoll betreiben. Geht es hingegen um die Lösung von Problemen durch die Berechnung komplexer Wahrscheinlichkeitsverteilungen, haben Quantencomputer massive Vorteile gegenüber klassischen binären Systemen.

Mythos 2: Quantencomputer können alle Lösungen eines Problems parallel berechnen und gleichzeitig liefern

Das ist nicht zu 100 Prozent korrekt, denn ein Quantencomputer erschafft keine mysteriöse neue Dimension, in der alles parallel abläuft. Allerdings sind Quantenrechner sehr effizient darin, komplexe Wahrscheinlichkeiten zu berechnen. Denn sie nutzen Superposition und können so viele mögliche Zustände gleichzeitig darstellen. Das bedeutet aber nicht, dass sie alle Lösungen parallel „durchrechnen“ und am Ende automatisch alle Ergebnisse ausgeben. Beim Messen kollabiert der Quantenzustand in genau eine Lösung. Der Vorteil entsteht erst durch Quantenalgorithmen, die Interferenz gezielt einsetzen, um die Wahrscheinlichkeit der richtigen oder nützlichen Lösung zu verstärken und andere zu unterdrücken.

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