Industrial-Ethernet-Switche Redundante Kommunikationsstrukturen sorgen in Windparks für reiche Ernte

Redakteur: Ines Stotz

Windparks stellen besondere Herausforderungen an die Kommunikation dar. Sie sind in der Regel ein in sich geschlossenes System und auch die einzelnen Windkraftanlagen agieren autark. Zudem sind die Wege unterschiedlich lang. Durch redundante Strukturen sorgen Industrial-Ethernet-Switche für eine erhöhte Anlagenverfügbarkeit innerhalb der Parks.

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Industrial-Ethernet-Switche von Weidmüller managen die Kommunikations-Infrastruktur von Windparks.
Industrial-Ethernet-Switche von Weidmüller managen die Kommunikations-Infrastruktur von Windparks.
(Bilder: Weidmüller)

Eine Windkraftanlage wird üblicherweise nicht allein, sondern inmitten anderer Windkraftanlagen in Windparks aufgestellt. Grund dafür ist, dass häufig nur begrenzte Areale eine reiche Windernte bieten. Darüber hinaus vereinfacht die geballte Aufstellung die Wartung, da keine weiten Wege zurückgelegt werden müssen. Nur in seltenen Fällen steht für Windparks eine Fläche zur Verfügung, die eine regelmäßige, rasterartige Anordnung der Anlagen zulässt. Viel häufiger handelt es sich bei den Aufstellungsorten um kleine, verwinkelte Äcker oder am Berg gelegene Wiesen. Das stellt besondere Herausforderungen an den Aufbau der Kommunikationsstrukturen, denn die Wege zu den Windkraftanlagen sind unterschiedlich lang.

Weidmüller Switche eignen sich sehr gut dazu, die Anordnung der Windkraftanlagen zueinander abzubilden. Sie sind mit einer Vielzahl kombinierbarer Schnittstellen versehen, die unterschiedliche Medien und somit Entfernungen überbrücken können. Weiterhin ermöglichen sie, auf einfache Weise verschiedene Varianten von in sich verschachtelten Ringen aufzubauen, um so eine sehr hohe Kommunikations- und Betriebssicherheit zu gewährleisten.

Leistungsfähige und zuverlässige Netzwerk-Redundanz

Da jeder Windpark ein in sich geschlossenes System ist und auch die einzelnen Windkraftanlagen autark agieren, bedarf es einer zuverlässigen Signalisierung, um Zustandsmeldungen gesammelt an einen Betreiber zu kommunizieren.

Zur Sicherstellung der Systemverfügbarkeit wird hier stets eine Redundanz erzeugt. Gemanagte Industrial-Ethernet-Switche unterstützen dies auf besonders praxisorientierte Weise. Zur Minimierung der Ausfallwahrscheinlichkeit eines Netzwerkes sind in ihnen neben den Standards RSTP/STP und Port-Trunking auch die hochperformanten Redundanzmechanismen Turbo-Ring und Turbo-Chain integriert.

Turbo-Ring

Die Turbo-Ring-Technologie steht für größtmögliche Verfügbarkeit von industriellen Netzwerk-Applikationen. In weniger als 20 Millisekunden stellt sie im Fehlerfall die Netzwerkverbindung wieder her - und das bei bis zu 250 Switchen in einem Ring. Die drei Topologieoptionen Ring-Coupling, Dual-Ring und Dual-Homing decken dabei unterschiedlichste Applikationsanforderungen ab.

Turbo-Chain bietet hohes Sparpotenzial

Die Turbo-Chain-Technologie bietet die Möglichkeit, mehrere redundante Netze ohne die Limitierungen der Ringtechnologie zu erstellen. Turbo-Chain lässt sich einfach durch die Festlegung zweier End-Ports innerhalb eines Segments konfigurieren. Somit lassen sich bereits vorhandene redundante Netzwerke verbinden oder erweitern.

Verglichen mit herkömmlichen Ringkopplungen oder einem Netzwerk-Redesign, ermöglicht Turbo-Chain ein signifikantes Einsparpotenzial. Mit diesen Funktionen profitieren Anlagenbetreiber von flexiblen Netzwerk-Topologien, unbegrenzten und einfachen Netzwerk-Erweiterungen, einer schnellen Fehlerbehebung und kosteneffizienten Konfigurationen. Darüber hinaus unterstützt Turbo-Chain Standard IEEE 802.1w / D RSTP und STP-Protokolle. Auf einfache Weise lassen sich so die Informationen sämtlicher Windkraftanlagen zentral sammeln und per Onlineverbindung an den Windparkbetreiber weitergeben. Jede einzelne Anlage wird so optimal betrieben und gesteuert.

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