Bayerisches Sensorik-Cluster Richtungsweisende Trends in der Gassensorik
Mit neuen Gassensortechnologien beschäftigte sich das 3. Technologie-Forum in Regensburg. Das Sensorik-Cluster präsentierte anlässlich der Fachtagung drei hochkarätige Referenten aus der bayerishcen Wissenschaft und Industrie.
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Für Dr. Maximilian Fleischer von der zentralen Forschungs- udn Entwicklungsabteilung bei Siemens sind Gassensoren im Automobilbereich ein wichtiger Technologie-Treiber. Neben dem klassischen Einsatz der Lambda-Sonde zur Emissionsreduzierung gewinnt der Nutzen zur Verbesserung der Luft in der Fahrgastkabine zunehmend an Bedeutung. Neben den bereits vielfach eingesetzten Außenluftfühlern, zielen neuere Entwicklungen auf Komfortfunktionen ab. Dazu zählt unter anderem die direkte Messung der Luftqualität im Innenraum. Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet ist für Dr. Fleischer der menschliche Atem, wenn bsp. der Alkoholpegel bestimmt werden soll. Im Automobilbreich laufen bereits erste Entwicklungen, mit handgroßen Alkohol-Testsensoren die Freigabe der Zündung von Autos zu steuern. Die anderen großen Anwendungsbegbiete der Gasdetektion liegen nach seinen Worten in der Industrie- und Gebäudetechnik. Hier können Gassensoren eingesetzt werden, um Heizungen effizienter und emissionsärmer zu befeuern oder Brände im Frühstadium zu detektieren.
Automobilbereich als wichtiger Technologie-Treiber
Die sensorische Erfassung des Kohlendioxids präsentierte Prof. Dr. Otto Wolfbeis vom Institut für analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik an der Universität Regensburg. Wichtige Einsatzbereiche für die Kohlendioxid-Messung sind die Analytik von Atemgasen und Autoabgasen sowie die Qualitätskontrolle von verpackten Nahrungsmitteln. Mit den von Dr. Wolfbeis entwickleten Sensoren lassen sich schnell und präzise auch kleinste Mengen von Kohlendioxid in Wasser, Getränken sowie im Blut ermitteln. Das optische Signal kann ohne Zeitverlust in ein elektrisches Signal überführt werden.
Die Vorzüge von VCSEL-Halbleiterlasern demonstrierte Prof. Dr. Markus C. Amann vom Walter Schottky Institut an der Technischen Universität München. Diese Halbleiterlaser ersetzen zunehmend die klassischen Halbleiterlaser. Während sich GaAs-basierte VCSEL-Laser bereits in den wichtigsten Anwendungen durchgesetzt haben, stellt die Erschließung des für die Sensorik und Telekommunikation entscheidenden Wellenlängenbereichs oberhalb von 1,3 Mikrometer, insbesondere wegen der großen wirtschaftlichen Bedeutung, seit rund zehn Jahren einen Schwerpunkt der internationalen Forschung dar.
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