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Ausgesprochenes Ziel der Haase GFK-Technik GmbH war es, über Steigerung der Qualität und das Erreichen von konstanten Produktionsergebnissen, sowie der Reduzierung der Stillstandzeiten durch Störungen, planbare Kosten zu erzielen, die über kalkulierbare Erlöse zu wettbewerbsfähigen Preisen führen und damit zu verbesserter Konkurrenzfähigkeit der Produkte. Ein langer Satz aber auch ein konkret formuliertes Ziel der Haase Geschäftsleitung. Ein weiterer Effekt der vorgeschlagenen Lösung und auch der Hauptgrund für die Wahl des Kawasaki ZT130L als Roboter für diese Applikation war die Erweiterung von zwei auf vier Arbeitsplätze wobei der Roboter beim Rüsten der Einzelplätze seine Arbeit weiter fortsetzen kann.
Arbeitsschritte und Lösungsansatz
Bei der Herstellung der GFK Körper bzw. Tankrohlinge werden schichtweise Epoxidharz und Glasfasermaterial aufgespritzt. Der Roboter ist hierfür mit entsprechender Zuführperiferie und Spritzdüsen ausgestattet. Hat der Roboter seine Lagenschicht aufgebracht, verlässt er den Arbeitsbereich und fährt in eine Warte- und Reinigungsposition, während das noch lose Material von einem Mitarbeiter manuell angerollt wird.
Die Reinigung ist umgehend notwendig, da der verwendete, hochreaktive Zweikomponentenkleber den Düsenkopf sofort verkleben und damit zerstören würde.
Ein Werkzeugwechsel kommt dadurch auch nicht in Frage, da die Funktionskette unterbrochen würde und somit die Reinigung des Sprühkopfes nicht möglich wäre.
Der zweite Arbeitsschritt des Anrollens erfolgt daher separat und manuell. Hat der Mitarbeiter den Bereich wieder verlassen beginnt der Roboter mit dem Auftrag der nächsten Glasfaserschicht. Auf diese Weise wachsen die Tankrohlinge Schicht für Schicht bis zum fertigen GFK Tank. Im Störungsfall z.B. durch Materialstau bricht der Roboter seinen Zyklus automatisch ab und verfährt ebenfalls in eine vorgegeben Warteposition.
Die Vierstationenstrategie
Die Tanks werden in der Herstellung in unterschiedliche Segmente aufgeteilt. Nacheinander werden Oberschale und Unterschale, sowie eine Bauchbinde als Verbindungselement gefertigt. Zusätzlich werden die Innenflächen der Schalen in einem separaten Arbeitsschritt bearbeitet. Hierfür hat BRÄHMIG die schon erwähnten vier Stationen konzipiert. Nach dem Aufwachsen der GFK Schichten müssen die Teile zum Aushärten noch zwei bis drei Stunden in der Station verbleiben, bevor sie stabil bewegt werden können. Die Station ist damit blockiert.
Die einfache Programmierweise der Kawasaki Roboter und eine von Brähmig durchgeführte Mitarbeiterschulung machen es möglich, dass die Anlage zu 100% selbstständig von Haase betrieben werden kann. Produktanpassungen können einfach und unkompliziert nach dem Kawasaki Robotics Motto „Simple & friendly“ selbst durchgeführt werden.
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