Engineering-Software Rohrklassen und Rohrteilekataloge intelligent nutzen

Redakteur: Wolfgang Leppert

Das neue Werkzeug Cat&Specs, das ab sofort mit der aktuellen Version der Engineering-Software Comos 9.0 erhältlich ist, macht normbasierte Rohrklassen und Rohrteilekataloge aus Comos

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Einfache Verknüpfung der PDMS-Parameter mit Attributen aus dem Comos-Stammobjekt
Einfache Verknüpfung der PDMS-Parameter mit Attributen aus dem Comos-Stammobjekt
( Archiv: Vogel Business Media )

Das neue Werkzeug Cat&Specs, das ab sofort mit der aktuellen Version der Engineering-Software Comos 9.0 erhältlich ist, macht normbasierte Rohrklassen und Rohrteilekataloge aus Comos nun auch im Plant Design Management-System PDMS von Aveva verfügbar.

Für das Schnittstellen-Modul Comos PDMS Integration entwickelte Comos Industry Solutions aus Schwelm mit der aktuellen Version Comos 9.0 das neue Übertragungswerkzeug Cat&Specs. Es ermöglicht die einfache und konsistente Datenübertragung von Rohrklassen und Rohrteilekatalogen zwischen Comos und PDMS. „Damit haben wir unsere Software konsequent weiterentwickelt. Normbasierte oder selbstdefinierte Rohrklassen und Rohrteilekataloge aus Comos werden nun automatisch PDMS-Daten zugeordnet. So stehen in nur wenigen Schritten Rohrbauteile in verschiedenen Nennweiten für die 3D-Bearbeitung in PDMS zur Verfügung“, erklärt Michael List, Produktmanager für Comos PDMS Integration. Zudem könnten die Rohrklassen und Rohrteilekataloge inklusive Bauteilgeometrien in Comos verwaltet werden. Cat&Specs bedeute insbesondere für Planer im Kraftwerksbau, die PDMS sehr häufig einsetzen, verbesserte Effizienz durch eine immense Zeitersparnis und eine Fehlerquelle weniger, so List.

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Definierte Rohrbauteile in wenigen Schritten

Dafür müssen zuvor Parameter aus PDMS, welche Namen und Basisgeometrie eines Rohrteils angeben, nach Comos importiert werden. Dort werden diese Parameter, die im PDMS-Design-Template vorliegen, einem Comos-Stammobjekt zugeordnet. Dieses verfügt bereits über die notwendigen Attribute für die Weiterverwendung in PDMS. In wenigen Schritten werden dann beim Export nach PDMS die Parameter automatisch mit Werten aus dem Comos-Stammobjekt versehen. Dadurch ergeben sich für jedes Stammobjekt aus dem in Comos festgelegten Rohrteilekatalog bzw. aus der Rohrklasse definierte Rohrbauteile in verschiedenen Nennweiten.

Beim anschließenden Import der verknüpften Daten in das PDMS-Modul Paragon, dem Rohrteile- und Rohrklassenwerkzeug von PDMS, werden sämtliche Rohrbauteile inklusive ihrer definierten Eigenschaften erzeugt. Als 3D-Objekte werden sie in Rohrklassen und Rohrteilekatalogen zur weiteren Planung im PDMS-Modul Design zur Verfügung gestellt. Das Comos-Werkzeug Cat&Specs ergänzt an dieser Stelle die Funktionen von PDMS optimal und hilft nutzerfreundlich zügig zu arbeiten, weil auf eine manuelle Spezifizierung jedes einzelnen Rohrbauteils verzichtet und auf katalogisierte Geometrienormen zurückgegriffen werden kann.

PDMS-Rohrklassen weiterbearbeiten

Daneben können mit Cat&Specs auch bestehende PDMS-Daten in Comos importiert werden, um sie hier einzeln oder in Rohrklassen mit weiteren Comos-Modulen zu bearbeiten. Mit dem PipeSpec-Designer beispielsweise lassen sich die PDMS-Rohrklassen variieren, managen, verwalten und vielfach weiterverwenden. Comos bietet dabei den Vorteil, dass die Rohrteile- und Rohrklassen-Dokumentation einfach und übersichtlich ist und deren Bearbeitung intuitiv. Zudem können die PDMS-Rohrteile beispielsweise mit Objekten im Modul Comos P&ID verknüpft werden. Informationen für die zu verwendenden 3D-Objekte stehen damit auf dem Rohrleitungs- und Instrumentierungsfließbild in Comos direkt zur Verfügung. Dabei bleiben die Daten konsistent und ein Statusabgleich zwischen beiden Planungsebenen ist jederzeit möglich. Durch die Verknüpfung von Comos und PDMS wird das 3D-Engineering optimal und einfach durch das 2D-Engineering ergänzt.

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