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Kein sicheres Programmiertool mehr notwendig
Auch die Anwendung der modular aufgebauten Sicherheitsapplikation ist für den Maschinenbauer einfach. Maschinenoptionen mit Sicherheitsfunktionen wie Lichtgitter oder sichere Antriebe lassen sich über eine Konfigurationsdatei, die aus der maximalen Konfiguration erstellt wurde, leicht ab- oder anwählen. Das kann der Maschinenbauer bereits bei der Auslieferung berücksichtigen oder der Servicetechniker wählt bei der Inbetriebnahme die Konfiguration am Maschinenpanel aus. „Einige unserer Kunden haben die Erstellung der XML-Datei in ihr Auftragssystem integriert“, erklärt Kaufleitner. Die Konfigurationsdatei wird dann auf die Sicherheitssteuerung gespielt und das System weiß sofort, welche Maschinenkonfiguration vorliegt, sprich welche Optionen vorhanden sind. Der Servicetechniker vor Ort muss nur noch über die Visualisierung bestätigen, dass die beschriebene Konfiguration mit der tatsächlichen Maschine übereinstimmt. „Er benötigt dazu kein sicheres Programmiertool mehr. Das ist einzigartig in der Branche“, sagt der B&R-Sicherheitsexperte.
Maschinenoptionen inklusive Sicherheitsanwendungen im Feld nachrüsten
Entscheidend bei diesem Konzept ist ein Sicherheitsprotokoll, das den modularen Maschinen-Aufbau unterstützt. „Daher setzen wir für die sichere Kommunikation auf das Sicherheitsprotokoll openSAFETY, welches über das Echtzeitnetzwerk POWERLINK transportiert wird“, erklärt Kaufleitner. Soll zum Beispiel eine Verpackungsmaschine um einen Palettierroboter ergänzt werden, reicht ein einziges Netzwerkkabel, um den Roboter sicher mit der Maschine zu verbinden. Das Sicherheitslevel reicht bis SIL3 / PLe / Kat. 4.
Auf diese Art und Weise können Maschinenoptionen inklusive Sicherheitsanwendungen im Feld nachgerüstet werden – und das weltweit. Die Sicherheitsfunktionen von B&R sind durch international anerkannte Prüfinstitute wie TÜV Süd, Underwriter Laboratories (UL) und Germanischer Lloyd (GL) zertifiziert. Das macht die Maschinen nicht nur flexibel und global einsetzbar, sondern reduziert auch die Inbetriebnahme- und Umrüstzeiten von Maschinen.
So kann ein Service-Techniker die nachzurüstende mechanische Komponente vor Ort installieren und die Option über das Maschinenpanel konfigurieren. Alternativ erstellt der Maschinenbauer eine neue Konfigurationsdatei, die die gewünschte Option berücksichtigt. Er kann die Datei zum Beispiel einfach auf einem USB-Stick gemeinsam mit den notwendigen mechanischen Teilen zu seinem Kunden schicken. Dieser montiert die Komponente und macht das Software-Update. „Ohne einen Techniker hinzuschicken, kann zum Beispiel ein Maschinenbauer aus Deutschland eine Funktion inklusive Sicherheitstechnik in Indien installieren“, sagt Kaufleitner. „Damit erleichtert die Sicherheitstechnik von B&R Maschinenbauern und -betreibern in vielen Fällen die Arbeit.“
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