Unternehmensfinanzierung (Teil 1)

Sale-and-Lease-back verspricht neue Liquidität für Innovationen und Investitionen

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Verkauf stärkt die Kreditwürdigkeit und Eigenkapitalrendite

Wird dennoch Fremdkapital benötigt, verbessert Sale-and-Lease-back in den Fällen, in denen stille Reserven aufgedeckt werden, das Rating und somit die Kreditwürdigkeit, da durch den Verkauf das Vermögen vergrößert werden konnte. Außerdem wird die Eigenkapitalrendite — wichtige Kennzahl für Investoren — in der Periode des Verkaufs durch den Erlös erhöht. Jedoch darf nicht vergessen werden, dass durch den Verkauf das Anlagevermögen in der Bilanz verringert wird und damit Sicherheiten für künftige Fremdkapitalgeber reduziert werden.

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Sale-and-Lease-back bringt auch Steuervorteile mit sich. Denn die Leasingkosten können als betriebliche Aufwendungen steuerlich geltend gemacht werden, was bei Kredittilgungen nicht der Fall ist. So mindert die monatlich zu zahlende Leasinggebühr den Gewinn und damit die zu zahlenden Steuern. Diese Finanzierungsform sollte nur angewendet werden, wenn das frei werdende Kapital gewinnbringend verwendet werden kann, da das Unternehmen die monatlichen Zahlungen schultern muss. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass die durch den Verkauf entstehenden Erträge wiederum versteuert werden müssen.

Schnelle Hilfe bei absehbaren Engpässen

Automatisierungsunternehmen, die unter sinkenden Auftragseingängen leiden, könnten durch Sale-and-Lease-back rasch Kapital erhalten. Aufgrund des gängigen Bezahlungssystems, wonach die letzte Zahlungsrate erst nach Bewährung der Anlage bezahlt wird, gehen bei den meisten Automatisierern momentan noch Zahlungen ein. Da sich dies bald ändern könnte, kann Sale-and-Lease-back bereits zum jetzigen Zeitpunkt mögliche Finanzengpässe in der Zukunft absichern, wodurch auch die Kreditlinien geschont werden. Zudem können Unternehmer dadurch der Kreditklemme entkommen und sich ein Stück Unabhängigkeit sichern. Die Außenwirkung des Instruments ist nicht transparent, was demjenigen entgegenkommt, der sich nicht gerne in die Karten blicken lässt.

Trotzdem muss sehr individuell entschieden werden, ob sich Sale-and-Lease-back wirklich lohnt. Dabei müssen mitunter folgende Bereiche beleuchtet werden: Immobilienrecht, Steuerrecht, Gesellschaftrecht, Wirtschaftsprüfung und Technik. Da es sich dabei um ein sehr komplexes Unterfangen handelt, holen sich Unternehmen hier regelmäßig fachkundige Beratung.

Weitere Informationen über Proventis und sein Leistungsangebot: www.proventis.de

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