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Automatisch angepasster Prüfbereich
Die auszuwertenden Prüfbereiche innerhalb der verschiedenen Kamera-Ansichten können im Konfigurationsprogramm der CapaCam-Software interaktiv definiert werden. Somit hat der Qualitätsverantwortliche vollständige Kontrolle darüber, welche Flächen besonders scharf geprüft werden.
Spinnler nennt noch eine weitere Besonderheit der neuen CapaCam-Software: „Sie erlaubt die automatische Anpassung der Prüfbereiche an die aktuelle Gussform. Innerhalb konfigurierbarer Grenzen passen sich die Grenzen der Prüfbereiche durch ein spezielles Verfahren an Variationen der Gussform an. So kann ein maximal möglicher Prüfbereich ohne störende Falschalarme aufgrund von variierenden Objektkanten gewährleistet werden.“
Teilevarianten handhabt CapaCam über eine Parameterdatenbank, deren Größe nur durch die Rechnerkapazität beschränkt ist. Darin werden die Prüfparameter für jeden Werkstücktyp abgelegt und verwaltet. Durch die Verwendung von Vorlagen kann der Bediener neue Teiletypen schnell und sicher einpflegen. Ein automatisches Umrüsten beim Typwechsel verhindert Stillstandszeiten und senkt die Personalkosten.
Trotz inhomogener Oberflächenqualitäten, die auch Bearbeitungsspuren und Wasserflecken aufweisen können, detektiert die Software die relevanten Defekte nach Spinnlers Worten sehr robust. Dies leisten die in jahrelanger Erfahrung weiterentwickelten und optimierten Algorithmen der CapaCam-Software.
Das verwendete Porenklassen-System bildet die gängigen Qualitätsvorschriften für Gussteile im Automobilbau ab und bewertet damit die Relevanz der detektierten Defekte. Dabei sind auch Parameter wie Randabstände zwischen Poren sowie zu Rändern der Bearbeitungsfläche wie auch Sonderregeln für Einzelporen berücksichtigt. Anhand von mitgelieferten Vorlagen kann der Bediener zudem eigene Porenklassen definieren und den Prüfbereichen zuweisen. Aufgrund dieser Flexibilität des CapaCam-Systems kann perfekte Qualität bei gleichzeitig hohem Teiledurchsatz umgesetzt werden.
Hilfreiche Unterstützung
Für die zuverlässige Funktion des CapaCam-Systems hinsichtlich der Bildverarbeitung sorgen je nach Ausbaustufe:
- vier Kameras mit Anbindung über FireWire-Schnittstelle,
- zwei Zeilenkameras, die via CameraLink-Framegrabber an die Rechner angebunden werden,
- verschiedene kompakte Objektive,
- drei Standard-LED-Beleuchtungen,
- drei weitere, am Fraunhofer IIS kundenspezifisch entwickelte, spezielle LED-Beleuchtungen.
„Gerade bei der Auslegung und Optimierung schwieriger Aufnahmesituationen erwies sich die Unterstützung von Stemmer Imaging in Form großzügiger Teststellungen als sehr hilfreich für die Lösung der Aufgabe und die dafür optimale Komponentenwahl“, resümiert Spinnler. Ein oft unterschätztes Problem ist die industrietaugliche Verkabelung von Kameras mit digitalen Kamera-Schnittstellen. „Auch hier konnten wir die Herausforderungen wie die begrenzte Übertragungslänge oder bewegliche Kabel im Scanner durch verfügbares Zubehör in Form von Repeatern oder schleppkettentauglichen Kabeln gemeinsam mit Stemmer Imaging lösen.“
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