Igus Schülerinnen basteln Energieketten-Modell

Redakteur: Sariana Kunze

Sieben Schülerinnen zwischen elf und vierzehn Jahren haben beim Girls’ Day bei igus ihre handwerklichen Fähigkeiten getestet: Es wurde gelötet, geschraubt und gebohrt. Die Mädchen sind für einen Tag in die überwiegend von Männern dominierte Welt der Energieketten und Gleitlager aus Kunststoffen eingetaucht.

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Die stolzen Schülerinnen mit ihren selbstgebauten igus-Modellen.
Die stolzen Schülerinnen mit ihren selbstgebauten igus-Modellen.
(Igus)

Beim Girls’ Day haben Mädchen die Gelegenheit, in Berufe zu schnuppern, die allgemein als „Männerberufe“ bezeichnet werden: Technik, Naturwissenschaften oder Chemie. Das muss nicht so bleiben, ist sich Nora Heyner sicher, Referentin Human Ressources bei der igus GmbH. Sie hat den „Mädchen-Zukunftstag“ bei igus organisiert: „Die Schülerinnen haben viel Geschick beim Basteln und Werken mit unseren Kunststoffprodukten sowie Verständnis für technische Zusammenhänge bewiesen.“

Denn Heyner hatte anspruchsvolle Werkarbeit für die Mädchen vorbereitet: Aufgabe war es, ein Modell mit igus-Produkten nachzubauen. Das Modell bestand aus einer mithilfe einer Gleitschiene zu bewegenden Energiekette, inklusive einer sogenannten chainflex-Leitung, die für bewegte Ketten eingesetzt wird. Die Leitung liefert die Energie an die mit Leuchtdioden bestückte Platine. Zunächst mussten die Mädchen die einzelnen Teile zu einer Energiekette zusammenbauen, die Leitung einlegen und anschließend die selbst konfektionierte e-Kette für den Anschluss an die Platine vorbereiten – inklusive Abmanteln, Löten und Schrauben. Anschließend wurden die Einzelteile auf die Plexiglasplatte gebohrt. Die 14-jährige Schülerin Lea Hornung aus Bergisch-Gladbach fasste ihre Erfahrungen zusammen: „Es war richtig toll, die physikalischen und chemischen Prozesse nicht nur theoretisch abzuhandeln, sondern einmal in der Anwendung zu erleben. Besonders das Löten hat mir viel Spaß gemacht. Indem man die einzelnen Arbeitsschritte selbst ausführt, erschließen sich die Zusammenhänge viel besser als in der bloßen Theorie.“ Viele Schüler kennen zwar mittlerweile die fächerübergreifende Vermittlung von Mathematik und Naturwissenschaften aus der Schule durch das Unterrichtsfach MINT, doch das Lernen in der Praxis hat seinen ganz eigenen Reiz.

Technik kann auch spannend für Mädchen sein

Der handwerklichen Arbeit ist ein Rundgang durch die Produktion und Fertigung vorausgegangen. Auch das firmeneigene Labor ist besucht worden. Ständig werden dort neue Werkstoffe getestet, die anschließend in Produktentwicklungen wie Energieketten für Hochtemperatur oder Reinräume, dauerbewegte Leitungen oder Gleitlager eingesetzt werden. „Ich habe vorher überhaupt nicht gewusst, dass es Energieketten gibt und wozu sie gebraucht werden“, staunte Lea beim Gang durch die Werkshallen. „Unsere Produkte sind erklärungsbedürftig. Mit Energieketten und Gleitlagern können die meisten Menschen erst einmal nicht viel anfangen. Man muss ihnen zeigen, was das Besondere an unseren Kunststoff-Produkten ist, wie man sie einsetzt und dass wir auch forschen und entwickeln, damit junge Menschen erkennen, wie spannend eine Tätigkeit bei igus sein kann“, erläuterte Heyner das Programm für den Nachwuchs.

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