Kennzeichnung Sicherheitstinte schützt vor gefälschten Weihnachtsgeschenken
Druckerhersteller Leibinger hat eine Sicherheitstinte entwickelt, die Produktfälschern das Geschäft erschweren soll. Sie eignet sich für den Einsatz im Tintenstrahldrucker Jet 3 up PI, der Produktverpackungen aus Plastik, Karton und Glas mit Informationen wie Mindesthaltbarkeitsdatum und Chargennummer kennzeichnet. Wie sich Händler und Verbraucher damit vor gefälschten Produkten schützen können, lesen Sie hier.
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Ein klassisches Geschenk unterm Weihnachtsbaum ist wohl das Parfüm. Doch ist der Duft schnell verflogen oder treten gar Hautreizungen auf, ist das Christkind wohl auf eine Fälschung reingefallen. Denn die EU-weite Produktpiraterie nimmt zu. Rund 83 Mrd. Euro gehen in neun Wirtschaftszweigen – darunter Kosmetika, Bekleidung, Schmuck und Spirituosen – pro Jahr durch Produktfälschungen verloren. Das geht aus einer Reihe von Studien hervor, die vom Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) durch die Europäische Beobachtungsstelle für Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums durchgeführt wurde. Auch können die Kopien die Gesundheit der Verbraucher gefährden, z.B. durch schädliche Inhaltsstoffe in Kosmetika.
Mehr Fälschungssicherheit in Verpackungsanlagen
„Wir wollen Hersteller und Verbraucher vor diesen schweren Schäden schützen", erklärt Christina Leibinger, Geschäftsführerin des Druckerherstellers Paul Leibinger GmbH & Co. KG aus Baden-Württemberg. „Deshalb haben wir eine neue Sicherheitstinte entwickelt, die sich als Instrument für mehr Fälschungssicherheit schnell und kostengünstig in Verpackungsanlagen integrieren lässt.“ Die Tinte ist ab sofort erhältlich.

Die Sicherheitstinte eignet sich für den Einsatz im Tintenstrahldrucker Jet 3 up PI, der Produktverpackungen aus Plastik, Karton und Glas mit Informationen wie Mindesthaltbarkeitsdatum und Chargennummer kennzeichnet. Auf den ersten Blick sieht die Tinte aus wie eine klassische schwarze Tinte. Unter UV-Licht allerdings beginnen winzige fluoreszierende Pigmente grünlich zu leuchten. Strahlt der Händler die Produktverpackung mit einer speziellen UV-Taschenlampe an, erkennt er sofort, ob das Produkt ein Original ist. Bleibt die Schrift schwarz, könnte es sich tatsächlich um eine Fälschung handeln.
„Die Sicherheitstinte soll einen Beitrag dazu leisten, Produktfälschern auf die Schliche zu kommen und sie zur Rechenschaft zu ziehen. Gleichzeitig geben wir Herstellern ein Instrument an die Hand, um sich gegen falsche Schadenersatzansprüche zu wehren und den Verbraucherschutz zu erhöhen“, sagt Leibinger. „Die Tinte selbst lässt sich kaum kopieren. Wir nutzen Sicherheitspigmente, die nicht an jeder Straßenecke erhältlich sind.“
Kostengünstige Alternative zu Sicherheitshologrammen
Die Sicherheitstinte erweist sich laut Hersteller im Vergleich zu anderen Fälschungssicherheitsmaßnahmen als besonders wirtschaftlich. „Hersteller brauchen keine zusätzlichen Maschinen, sondern nur ihren Tintenstrahldrucker. Alternativen wie Hologramme sind im Vergleich deutlich aufwendiger“, erklärt Leibinger.
Ein weiterer Vorteil sei die erhöhte Ausfallsicherheit. „Je mehr Anlagen am Verpackungsprozess beteiligt sind, desto größer ist das Risiko teurer Produktionsausfälle. Unsere Zwei-in-Eins-Lösung – Kennzeichnung und Echtheitsnachweis – erhöht die Produktionssicherheit und reduziert den Wartungsaufwand. Die im Vergleich zu schwarzer Standardtinte leicht höheren Kosten für die Sicherheitstinte amortisieren sich daher schnell“, versichert Leibinger.
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