3D-Bildanalyse

Siemens entwickelt Drohne als Inspektionssystem

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3D-Bildanalyse hilft, Leitungen besser zu überwachen

Mehr als zehn Millionen Euro Verlust verzeichnen Pipeline-Betreiber pro Jahr durch Leckagen, Beschädigungen oder illegale Entnahmen. Tritt ein Leck auf, kann es in schlecht zugänglichen Gebieten oft tagelang dauern, bis das Wartungsteam die Ursache dafür findet. „Eine automatisierte 3D-Bildanalyse kann unsere Kunden unterstützen, Leitungen besser zu überwachen. Erkennt das System Abweichungen frühzeitig, können die Betreiber schneller Gegenmaßnahmen einleiten, um mögliche Schäden oder Ausfälle zu vermeiden“, erklärt Mike Liepe, Leiter des Siemens Oil and Gas Geschäftsfeldes Pipeline Solutions.

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In der Praxis könnte das folgendermaßen funktionieren: Entlang der Pipelines, jeweils an den Bodenventilstationen, die 30 km bis 50 km voneinander entfernt liegen, werden Drohnen stationiert. Meldet das Prozessleitsystem über fest installierte Sensoren eine Abweichung, fliegt die nächstgelegene Drohne den betreffenden Streckenabschnitt autonom ab. Die aufgenommenen Daten werden an das Leitsystem zurückgemeldet, welches das Ereignis analysiert und Gegenmaßnahmen vorschlägt.

Noch rund ein Jahr wird es dauern, bis die Forscher ihre Arbeit abgeschlossen haben. Weitere Testflüge in Deutschland und Österreich sind geplant, bei denen unterschiedliche Sensorik und verschiedene Flugkörper, beispielsweise Leichtflugzeuge, erprobt werden.

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