Interview mit HMS Indusrial Networks

So lässt sich leicht eine kostengünstige Safety-Lösung realisieren

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Für welche Geräte und Anwendungen eignet es sich?

HMS bietet mit dem Safety-Modul T100 eine vorzertifizierte Profisafe-Lösung für Automatisierungsgeräte an, die nur einfache digitale sichere Ein- oder Ausgänge benötigen und bei denen die Sicherheitsfunktion nicht zu den Kernfunktionen gehört. Typische Anwendungsfälle sind Technologiesteuerungen wie Schweiß-, Schraub- und Klebesteuerungen sowie Bediengeräte, Kleinantriebe und Torsteuerungen.

Gestartet hat HMS mit Profisafe, dem sicheren Profinet-Protokoll. Sind weitere Varianten geplant?

Das stimmt, im ersten Schritt unterstützen wir Profisafe. Als nächstes ist eine Version für CIP-Safety, dem Sicherheitsprotokoll für Ethernet/IP und Sercos geplant. Da wir die Technologien für Open-Safety (Powerlink) und FSoE (Functional Safety over Ethercat) bereits im Hause haben, wird die Integration in unser Safety-Modul nicht lange auf sich warten lassen.

Anfang des Jahres hatte HMS die Firma IXXAT übernommen, die bereits über ein starkes Safety-Know-how verfügt. Welche aktuellen Entwicklungen haben sich bisher daraus ergeben?

Mit der Akquisition von IXXAT im Frühjahr haben wir heute das breiteste am Markt verfügbare Portfolio von Safety-Protokollstacks und damit neben der Profisafe-Lösung auch eigenes Kern-Know-how für CIP-Safety, Open-Safety (Powerlink) und FSOE (Ethercat). IXXAT wird innerhalb der HMS-Firmengruppe die Funktion des Safety-Competence Centers übernehmen.

Welche Dienstleistungen bieten Sie Ihren Kunden bei der Entwicklung?

Für viele unserer Kunden ist das Thema vernetze Sicherheitstechnik noch sehr jung und es gibt großen Beratungsbedarf. Deshalb erfolgt die Integration unseres Safety-Moduls immer in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Erster Schritt für unsere Kunden ist eine ausführliche Beratung durch unsere Safety-Experten und im Anschluss daran der Besuch eines Implementierungs-Seminars. Hier wird anhand des In-Design-Guides Schritt für Schritt erläutert, wie man bei der Integration vorgeht und was man für eine erfolgreiche TÜV-Zertifizierung beachten muss. Unsere Kunden brauchen so nicht die sehr umfangreichen Safety-Normen im Detail zu kennen, sie können sich auf HMS verlassen und wir unterstützen sie bis zur erfolgreichen TÜV-Zertifizierung ihres Gerätes.

Ausblick: Was kommt als nächstes?

Auf der SPS-Messe zeigen wir unter der Marke IXXAT erstmals unser gesamtes Produkt- und Dienstleistungsspektrum für die vernetzte funktionale Sicherheit. Dabei bieten wir für jeden Anwendungsfall die passende Lösung: Safety-Stacks für komplexe Anwendungen wie zum Beispiel Frequenzumrichter, die den vollen Funktionsumfang der Sicherheitsprofile ausnutzen und unser Sicherheitsmodul für einfache Anwendungen, die nur wenigen sichere E/A-benötigen.

SPS IPC Drives: Halle 6, Stand 222

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