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Sicherheitstechnik

So lassen sich Solar-Wafer sicher und effizient herstellen

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Hohe Anforderung an die Sicherheitstechnik

Bei der Auswahl der zu verwendenden Sicherheitstechnik wurde vonseiten der Firma Meyer Burger höchste Ansprüche gestellt, um einerseits die Fertigung von hohen Stückzahlen an Drahtsägemaschinen so effizient und fehlerfrei wie möglich zu gestalten und andererseits alle sicherheitstechnischen Anforderungen abzudecken. Zudem ist das Schneidemittel wegen des Glykols aggressiv und flüchtig.

Um eine effiziente Herstellung zu ermöglichen, ist es wichtig, den Montage- und Verdrahtungsaufwand auf ein Minimum zu reduzieren und kalkulierbar zu halten. Auch für die Funktionsprüfung sollte ein System gefunden werden, mit welchem sich alle Bauteile der Sicherheitstechnik einfach testen lassen.

Speziell an den Schutztüren der Drahtsägemaschinen musste darauf geachtet werden, Schalter mit Zuhaltung einzusetzen, die flexibel in der Anbringung sowie problemlos den rauen Umgebungsbedingungen durch den Einsatz des Schneidemittels standhalten. Weiterhin muss gewährleistet sein, dass die Schutzeinrichtungen während des Prozesses nicht unkontrolliert geöffnet werden können. Dies hätte Drahtrisse und eine irreversible Zerstörung des ganzen Bricks zur Folge. Das heißt, neben dem Personen- ist auch der Prozessschutz wesentlich.

Auswahl der geeigneten Sicherheitstechnik

Aufgrund dieser speziellen Rahmenbedingungen entschied sich Meyer Burger für den Einsatz von AS-Interface Safety at Work. Dabei handelt es sich um ein einfaches und offenes System, das über ein sicheres Protokoll verfügt und durch das herstellerunabhängige ASi-Konsortium entwickelt wurde. Durch die Übergabe der Signale über einen AS-i-DP-Link direkt via Profisafe an die sichere SPS und damit an die sicheren Antriebssysteme hat sich jegliche konventionelle Verdrahtung erübrigt.

Doch nicht nur das Verdrahten der einzelnen Komponenten ist entfallen, auch die Diagnose des gesamten Systems ist über die beiden Busse, AS-i und Profibus, und die Applikationssoftware anwenderfreundlich ausgefallen. Als willkommener Nebeneffekt stehen alle Daten auch der Prozesssteuerung direkt zur Verfügung. Eine äußerst schlanke und moderne Lösung, welche die Umsetzung der EN ISO13849 voll unterstützt, erreicht doch das ASi-Safety-System Kat.4 und erfüllt die Forderungen für PLe.

ASi benötigt eine Zykluszeit von max. 5 ms und ermöglicht in einem Strang eine Länge bis zu 100 m, die sehr einfach auf bis zu 300 m erweitert werden kann. Maximal sind bis zu 31 Teilnehmer (Slaves) wie Sicherheitsschalter und Not-Aus an einem AS-i-Strang möglich.

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