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Soft-SPS vereinheitlicht Test-Prozesse und spart Kosten

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Inbetriebnahmezeiten minimieren

So wird unter anderem sichergestellt, dass die Steuerung richtig programmiert ist und alle Komponenten im Betrieb korrekt funktionieren. Das ist wichtig, denn die Module handhaben hohe Drücke und Temperaturen. Gleichzeitig kann Tetra Pak auf diese Weise die Inbetriebnahmezeiten beim Kunden minimieren.

„In der Automatisierung setzen wir in all unseren Modulen im Bereich der Steuerungstechnik generell nur zwei SPS-Varianten ein. Je nach Region ist es entweder die Siemens S7-317 oder eine Allen-Bradley“, sagt Udo Krüger, verantwortlich für die Software-Plattformen Siemens und Intouch. In der Vergangenheit wurden die „Trocken“-Tests basierend auf Hardware-SPSen realisiert.

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So lässt sich die Effizienz steigern

Das Team von über 40 Ingenieuren, die alle Tests zu fahren haben, konnte über ein Online-System S7-Steuerungen anfragen und buchen. Jedoch war dieser Prozess in der Realität Fehler behaftet, da nicht alle Beteiligten ihre Steuerung zügig ausbuchten. Zeitaufwendige und unnötige Suchaktionen standen an der Tagesordnung.

Als der Siemens-Plattformverantwortliche nach einer Alternative suchte, fand er mit der Software Accontrol S7-Win32 der Deltalogic Automatisierungstechnik GmbH aus Schwäbisch Gmünd die passende Lösung. Accontrol bildet ein S7-SPS-System exakt auf dem Computer nach, sodass hier die S7-Steuerungsprogramme ablaufen können. Die Software eignet sich sowohl zur Entwicklung und Fehlersuche in Step7-Programmen, ist aber auch in der Lage, eine reale S7-SPS durch einen PC mit Profibus-Master-Karte zu ersetzen. Heute hat jeder Automatisierungs-Ingenieur bei Tetra Pak Zugriff auf eine solche Soft-SPS, welche die Hardware-Teststeuerungen ersetzt, die zuvor angeschafft, angefordert und gebucht werden mussten. Wartezeiten und Suchaufwände entfallen.

Prozesse deutlich effizienter abwickeln

„Die 40 Lizenzen, die wir von Deltalogic im Wert von fünf S7-Steuerungen erworben haben, bringen uns nicht nur deutliche Einsparungen in den Hardware-Anschaffungskosten, sondern sie helfen uns auch, unsere Prozesse deutlich effizienter abzuwickeln“, freut sich Udo Krüger. „Wir haben gerade auf virtuelle Maschinen umgestellt und Accontrol passt sich hier perfekt ein.“ Seine Automatisierungs-Ingenieure verfügen nicht nur über ihre Standard-Software auf dem persönlichen Rechner, sondern haben auch die Möglichkeit, auf einen Pool an virtuellen Maschinen zuzugreifen, die auf dem Server als Template hinterlegt sind. Zur Auswahl gehören zum Beispiel Maschinen nur mit Siemens WinCC flexible, Intouch oder Rockwell-Software.

Als eine der wenigen Soft-SPSen auf dem Markt erlaubt Accontrol die virtuelle Ethernet-Kommunikation mit anderen virtuellen Maschinen, auf denen zum Beispiel HMI- und Scada-Systeme laufen. Accontrol S7-Win32 unterstützt verschiedene Betriebssysteme und läuft bei Tetra Pak auf Windows XP innerhalb der virtuellen Umgebung.

Alle Vorteile der virtuellen Umgebung ausschöpfen

„Im Vergleich zu anderen Soft-SPS-Lösungen sehen wir einen echten Vorsprung bei Accontrol bezüglich der Performance“, stellt Udo Krüger fest. „Accontrol benötigt weniger Speicherkapazität und beansprucht weniger VM-Leistung, sodass eine höhere Anzahl an virtuellen Maschinen gleichzeitig betrieben werden kann. Und dabei ist die Deltalogic-Software kostengünstig.“

Heute ist dioe Soft-SPS Accontrol bei Tetra Pak im Geschäftsbereich Dairy & Beverage der Soft-SPS-Standard für die Entwicklung und die Tests aller am Standort Lund produzierten Module. Zudem kommt die Software auch im Bereich des Training und der Fortbildung erfolgreich zum Einsatz.

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