Im Gespräch: TDK-Lambda Germany Spezialist für Stromversorgungen will Position am Markt behaupten
Seit 1948 ist TDK-Lambda ein führender Entwickler und Hersteller von Stromversorgungen für eine Vielzahl von Anwendungen. Mit dem in 2012 neu eröffneten europäischen Logistik-Zentrallager in Achern zeichnet das Unternehmen Deutschland als wichtigen Knotenpunkt für die EMEA-Region aus. Wir haben uns mit Ulrich Schwarz, Sales & Marketing Director von TDK-Lambda Germany, über die aktuelle Unternehmenslage, die Zukunfts- und Wachstumspläne von TDK-Lambda unterhalten.
Anbieter zum Thema

Um die 17 Prozent des weltweiten Marktanteils für industrielle Stromversorgungen (IMS Research 2012) halten und ausbauen zu können, verlegt TDK-Lambda die Produktentwicklung verstärkt nach Europa. Momentan werden 60 Prozent der Produkte in Europa entwickelt, das Unternehmen rechnet perspektivisch mit 80 Prozent. Hierfür hat TDK-Lambda Anfang 2013 ein Advanced Technology Center in Bristol für Grundlagenforschung und Produktentwicklung gegründet.
Herr Schwarz, TDK-Lambda verlagert die Produktentwicklung verstärkt von Asien nach Europa. Was steckt hinter dieser Strategie?
Wir möchten mit diesem Schritt unsere Entwicklung näher an unsere Kunden und deren Bedürfnisse bringen. Wir versprechen uns mit dieser Investition mehr Produkte, die unseren europäischen Anforderungen entsprechen und uns dabei helfen, unseren Marktanteil weiter zu steigern.
In Anbetracht der schwierigen Wirtschaftslage in Europa, spürt TDK-Lambda Germany die Euro-Krise?
Das muss man sicherlich differenziert betrachten: Nachdem TDK-Lambda Germany ja auch Vertriebs-Verantwortlichkeiten z.B. in Skandinavien oder in Ost- und Süd-Ost-Europa inne hat. Der Kernmarkt mit D / A / CH ist sehr stabil bzw. wieder leicht anziehend, während es im Export bzw. in exportgetriebenen Märkten sicher große Unterschiede gibt. Das reicht von Griechenland, wo viele Projekte an der Finanzierung scheitern bis hin zu Skandinavien, wo wir Anfang diesen Jahres ein eigenes Büro eröffnet haben und daher stärkeres Wachstum verzeichnen.
TDK-Lambda hat nicht nur in Dänemark, sondern auch in der Schweiz in diesem Jahr eine Vertriebs-Niederlassung eröffnet. Weshalb brauchen Sie einen Direkt-Vertrieb vor Ort?
Nach detaillierter Analyse der Marktpotentiale haben wir festgestellt, dass wir mit unserer momentanen Organisation unsere Wachstumsziele nicht erreichen können. Unsere doch teilweise sehr erklärungsbedürftigen Produkte bedingen eine engere Kundenbindung während der Design-in Phase, die nach unserer Erfahrung nur durch eine direkte lokale Betreuung gewährleistet ist. Trotzdem ist für uns eine breite Präsenz über die Distribution weiterhin genauso wichtig. Nur dieser Multichannel-Vertrieb bietet dem Kunden ein hohes Maß an Betreuungsqualität und Flexibilität in allen Phasen eines Projektes.
Welche Ziele hat sich das Unternehmen für die beiden Niederlassungen gesetzt?
Diese beiden Niederlassungen sollen uns einen Marktanteil ermöglichen, wie wir ihn in Regionen haben, wo wir schon längere Zeit einen Multichannel-Vertrieb installiert haben. Unsere neuen Kollegen werden einen engen Kontakt zu den Kunden halten, damit auch unsere zukünftigen Produkte den Anforderungen dieser Märkte entsprechen. Dieser enge lokale Kontakt wird es auch ermöglichen, mehr als nur Standardprodukte anzubieten. Unser breites Produktspektrum dient uns zusätzlich auch als Basis für Lösungen, die speziell auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sind. Das beginnt bei einem zusätzlichen Anschlusskabel über besondere Gehäuse und Montageplatten bis hin zum voll-kundenspezifischen Netzteil.
(ID:42362025)