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Fertigungssteuerung

Stanzen und Spritzgießen in einem Maschinensystem

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Die neue MMS-Hybridtechnologie hat für den Anwender viele Vorteile: geringeres Ausschussrisiko, bessere Qualitätskontrolle, da alle Fertigungsschritte an einem Automaten durchgeführt werden, schnellere Durchlaufzeiten und somit eine einfachere Produktionsplanung. Zudem verringern sich sowohl der Materialeinsatz, als auch der Platz- und Energiebedarf erheblich, da kompakter gebaut wird und servoelektrische Antriebe zum Einsatz kommen.

Automatisierungspartner mit großem Know-how in der Kunststofftechnik

Die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung des neuartigen Spritzgießmoduls dauerte nur neun Monate. Möglich wurde diese schnelle Realisierung durch die enge Kooperation mit dem langjährigen Automatisierungstechnik-Partner Sigmatek. „Die Zusammenarbeit mit Sigmatek funktioniert seit jeher bestens. Und gerade in Sachen Kunststoffverarbeitung verfügen die Ingenieure über umfangreiche Erfahrungen, Know-how und Können. Die Unterstützung bei diesem Projekt war großartig“, lobt Peter Buxbaum den Automatisierungsexperten aus Lamprechtshausen bei Salzburg.

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Der Antrieb des Spritzgießmoduls erfolgt über eine ausgeklügelte Servohydraulik – ein Hybridsystem aus Hydraulik und elektrischen Servoantrieben. Dadurch wurde es Peter Buxbaum und seinem Team möglich, das Modul extrem kompakt zu bauen: „Würden wir rein elektrisch antreiben, bräuchten wir wesentlich größere Leistungen und damit verbunden stärkere Antriebe.“

Sigmatek lieferte MMS eine perfekt abgestimmte, integrierte Komplettlösung: Motoren und Servodrives, die Steuerung, die gesamte I/O-Technik samt Verdrahtung, Sicherheitstechnik und Visualisierung - alles aus einer Hand. Die leistungsfähige C-Dias-SPS ist als Master-Steuerung im Einsatz und sorgt u.a. für die exakte Synchronisierung der Achsen. Besonderes Augenmerk wurde auf die einfache Bedienung sowie die Aufzeichnung und Überwachung sämtlicher qualitätsrelevanter Parameter gelegt. Die Bedienung erfolgt über ein 15˝-Touchpanel oder ein Handbediengerät mit Touchdisplay. Intern kommunizieren die Automatisierungskomponenten über den schnellen Echtzeit-Ethernet-Bus Varan — für die Kommunikation zur Außenwelt stehen die in der Kunststoffbranche üblichen Euromap-Schnittstellen bereit. Softwareseitig wird das objektorientierte all-in-one Tool LASAL eingesetzt, das sämtliche Funktionen wie Programmierung, Visualisierung, Safety und Motion-Control abdeckt und somit durchgängiges Engineering bietet.

Das perfekte Zusammenspiel von Hard- und Software macht, so Peter Buxbaum, den Erfolg der Komplettlösung aus: „Um kleinste Maßtoleranzen bei zugleich hohem Materialdurchsatz zu erreichen, braucht es gerade beim Kunststoffspritzgießen neben präzisen Werkzeugen und höchster Führungsgenauigkeit auch besonders exakte, schnelle Steuerungsabläufe.“ Das Spritzgießmodul arbeitet steuerungstechnisch völlig autark. Es kann aber auch an die übergeordnete Steuerung einer bestehenden Anlage gekoppelt werden kann – Nachrüsten ist also kein Problem.

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