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EMV-Einflüsse ausschließen
Speziell bei dem sehr sensiblen Brückenbereich müssen EMV-Einflüsse von elektrischen Baugruppen untereinander ausgeschlossen werden. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erteilt bzw. führt Prüfungen und Zulassungen von Navigations- und Funkausrüstungen durch, worunter die Kompassschutz-Abstandsmessung fällt. Hier wird der Einfluss von elektrischen Komponenten auf den Magnet-Regel- und Magnet-Steuerkompass untersucht. Die Messung der Schutzabstände zu diesem erfolgt gemäß ISO R 694 und DIN EN 60945 Absatz 11.2.

Die Harting Ethernet-Switche erzielen mit ihrer geringen EMV-Emission und hohen Schutz gegen EMV-Immission hervorragende Messwerte. So ergab sich bei allen geprüften Ethernet-Switchen ein minimaler Schutzabstand zum Magnet-Steuerkompass von max. 0,6 m und ein reduzierten Schutzabstand von max. 0,4 m. Diese standardisierten, speziell für die Schiffsindustrie getesteten Switche erhöhen die Wirtschaftlichkeit der Kunden und lassen sie gestärkt aus der Krise fahren.
Die Zulassungen für den Europäischen Schiffsbau
Neben der Kompassschutz-Abstandsmessung vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie können weitere Zulassungen erwirkt werden. Für den Europäischen Schiffsbau sind die Zulassungen beim Germanischer Lloyd, bei Det Norske Veritas, bei Bureau Veritas und bei Lloyds Register die Verbreitesten.
Die hier aufgeführten Normen stellen einen knappen Auszug aus den Internationalen Normen und Richtlinien dar. Sie unterliegen permanenten Aktualisierungen und Ergänzungen und es besteht hier kein Anspruch auf Vollständigkeit:
- IEC 61000-4-2:2008 (Entladung statischer Elektrizität; ESD)
- mind. Anforderungen: Luftentladung ±8 kV, Kontaktentladung ±6 kV;
- IEC 61000-4-3:2006 + A1:2007 (Elektromagnetisches HF-Feld; EMS)
- mind. Anforderungen: Frequenzbereich 80 MHz bis 2 GHz, Elektrische Feldstärke 10 V/m, Amplitudenmodulation 80 Prozent bei 1000 Hz;
- IEC 61000-4-4:2004 (Schnelle Transiente; Burst)
- mind. Anforderungen: ±2 kV ( bei Spannungsversorgung), ±1 kV (bei Signal- und Steuerleitungen), Impuls 5/50 ns;
- IEC 61000-4-5:2005 (Stoßspannungen; Surge)
- mind. Anforderungen: ±0,5 KV (diff. Mode), ±1 kV (common mode), Impuls: 1,2/50 μs (Spannung) oder 8/20 μs (Strom);
- IEC 61000-4-6:2008 (Hochfrequenz Leitungsgeführt)
- mind. Anforderungen: Frequenzbereich 150 kHz bis 80 MHz, Level 3 V, Amplitudenmodulation 80 Prozent AM bei 1000 Hz;
- CISPR 16-1 bzw. DIN EN 55016-1-1:2008-10 (hochfrequente Störaussendung; Funkstörung);
- CISPR 16-2 bzw. DIN EN 55016-1-2:2007-06 (hochfrequente Störaussendung ; Funkstörung).
Carsten Wendt Product Manager: Industrial Communication and Power Networks (ICPN), Harting Technologiegruppe;

Britta Rohlfing, Marktet Manager Transportation, Harting Technologiegruppe
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