Elektromotor

Synchron-Reluktanzmotor kommt ohne Sensor aus

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Testimpulse machen den sensorlosen Synchron-Reluktanzmotor möglich

„Durch unsere Methoden steht bereits ab Stillstand das volle Drehmoment des Antriebs zur Verfügung, und zwar innerhalb einiger Millisekunden“, sagt Prof. Manfred Schrödl, Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe der Technischen Universität Wien.
„Durch unsere Methoden steht bereits ab Stillstand das volle Drehmoment des Antriebs zur Verfügung, und zwar innerhalb einiger Millisekunden“, sagt Prof. Manfred Schrödl, Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe der Technischen Universität Wien.
(TU Wien)

Der entscheidende Trick bei der neuen Technik liegt darin, durch die Spulen der Elektromagnete elektrische Testimpulse zu schicken, die nur einige Millionstel Sekunden dauern. Die elektromagnetische Reaktion auf diese Impulse lässt sich direkt messen, und daraus kann man die momentane Position des Rotors berechnen. Man nutzt die Stromzufuhr, die ohnehin nötig ist, eigene Sensoren brauch man dann nicht mehr. Besonders bei kleinen Drehzahlen und bei Stillstand war die Messung der Rotorposition bisher eine Herausforderung. Eine neue Methode wurde benötigt.

„Durch unsere Methoden steht bereits ab Stillstand das volle Drehmoment des Antriebes zur Verfügung, und zwar innerhalb einiger Millisekunden“, sagt Prof. Manfred Schrödl. Die neue Technik hat sich bei Permanentmagnet-Synchronmotoren bereits vielfach bewährt, mit dem Schritt zu den Reluktanzmotoren gibt es nun noch mehr Anwendungsmöglichkeiten. Des weiteren verursacht die neue Technik keine Geräusche, sie ist also auch für geräuschsensible Anwendungen einsetzbar, etwa für Lüftungen.

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