Servotechnik

Testanlage für Schleppketten nutzt leistungsstarke Servoantriebe

Seite: 3/3

Firma zum Thema

Der Schlitten verkantet nicht

Die gesamte Testanlage arbeitet nahezu wartungsfrei. Die Linearführung kommt ohne Schmierung aus. Die Laufrollen bestehen aus TK 1500 RMI, einem festen und schlagzähen Kunststoff, wie sie ihn z.B. auch Seilbahnen verwenden. Zahnriemen und die Riemenscheibe sind auf den Motor abgestimmt. Die mechanische Auslegung des Riemens, der eine Lebensdauer von etwa 10.000 Betriebsstunden hat, erfolgte in Zusammenarbeit mit Roth & Co., Nürnberg. Man verwendet zwei parallel laufende Hochleistungszahnriemen, um die hohen Beschleunigungskräfte übertragen zu können. Außerdem lassen sich die vier Schleppketten durch die zwei außen laufenden Zahnriemen mit unterschiedlichen Massen und somit unterschiedlichen Leitungen beschicken. Eine Konstruktion, die das mögliche Verkanten des Schlittens ausschließen soll.

Übergeordnete SPS

Eine übergeordnete SPS steuert die gesamte Anlage und so lassen sich per Bedienpanel die hinterlegten Testprogramme mit unterschiedlichen Wegen, Beschleunigungen und Endgeschwindigkeiten aufrufen. Ein Ablaufprogramm, das der Maschinenbauer Käppner programmiert hat. Die Praxis: Das Testpersonal von Nexans gibt die Parameter für den jeweiligen Test ein. Zunehmend möchten die Kunden, dass die Kabel im Test so belastet werden wie in der realen Anwendung. Daher lassen sich die Position, Beschleunigung und Endgeschwindigkeit der einzelnen Zyklen separat einstellen. Ein Testzyklus kann 16 Positionen mit frei programmierbaren Zwischenschritten sowie eigenen Beschleunigungs- und Verzögerungswerten umfassen.

Bildergalerie

Sensor detektiert die Beschleunigung

Die Eingabemöglichkeit ist durch technische Vorgaben auf 50 m/s² begrenzt, so dass dramatische Folgen durch Bedienfehler ausgeschlossen sind. Die thermische Belastung der Antriebstechnik ist erheblich. Deshalb sind alle Motoren fremdbelüftet. Ein Kaltleiter überwacht die Motortemperatur, das Getriebe wird separat thermisch überwacht. Dessen Auslastung liegt aber nur bei einem Viertel der Nennlast. Ferner detektiert ein Beschleunigungssensor die zulässige Maximalbeschleunigung und Lichtschranken überwachen die Schleppkette auf Bruch.

(ID:353445)