Murrplastik Tubuläre Brennstoffzelle für die Mobilität der Zukunft

Redakteur: Sariana Kunze

Wirtschaftsminister Dr. Rösler und EU-Kommissar Oettinger informierten sich auf der Hannover Messe bei der Murrplastik Produktionstechnik über den Stand der tubulären Brennstoffzelle.

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Murrplastik-Geschäftsführer Marcel Quittkat (links) informiert über die tubuläre Brennstoffzelle. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (rechts), EU-Kommissar Günther Oettinger (zweiter von rechts). Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler bei der Probefahrt.
Murrplastik-Geschäftsführer Marcel Quittkat (links) informiert über die tubuläre Brennstoffzelle. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (rechts), EU-Kommissar Günther Oettinger (zweiter von rechts). Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler bei der Probefahrt.
(Murrplastik)

Murrplastik Produktionstechnik präsentiert auf der Hannover Messe 2013 die Zukunftstechnologie der tubulären Brennstoffzelle, eingebaut in eine Modelleisenbahn. Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler und EU-Kommissar Günther Oettinger konnten sich bei einer Probefahrt mit dem Prototypen von den Eigenschaften und dem Stand der Forschung ein Bild machen. Die tubuläre Brennstoffzelle ist eine Weiterentwicklung der konventionellen Brennstoffzellentechnik. Bei der Brennstoffzellentechnik wird mittels Umformung von chemischen Energieträgern Strom erzeugt. Experten räumen nun der tubulären Brennstoffzellentechnik aufgrund der deutlich höheren Energiedichte auf kleinstem Raum, das Potential ein, den Verbrennungsmotor im Fahrzeug abzulösen.

Hocheffizienter Stoffaustausch in der Natur

In der Natur stößt man in mikroskopischen Bereichen immer wieder auf tubuläre Strukturen. Hier findet ein hocheffizienter Stoffaustausch statt, da mehr Reaktionsfläche auf weniger Raum zur Verfügung steht. Bereits vor über zehn Jahren ist dem Erfinder Dr. Klaus Rennebeck der Nachweis gelungen, dass mit einer Abnahme des Membrandurchmessers von tubulären Strukturen die Energieübertragungsdichte deutlich steigt. Mit anderen Worten: Je kleiner eine tubuläre Brennstoffzelle ist, umso größer ist die relativ zur Verfügung stehende Leistungsdichte. Dieses Phänomen lässt sich auch auf andere Energiesysteme übertragen, wie zum Beispiel auf die tubuläre Vanadium-Redox-Batterie. Beiden Energiesystemen - der tubulären Brennstoffzelle als effizienten Energie-Wandler für mobile Anwendungen ohne lokale Emissionen und der tubulären Vanadium-Redox-Flow-Batterie als effizienten stationären Energiespeicher - werden gute Chancen eingeräumt, einen wesentlichen Beitrag zur Elektromobilität und zur dezentralen Energieversorgung zu leisten.

Die aus der Grundlagenforschung zu tubulären Strukturen wie z.B. der tubulären Brennstoffzelle (Rebezell), der tubulären Redox-Flow-Batterie und der keramischen Mikrohohlfaser (Kemihofa) von Dr. Klaus Rennebeck entwickelten Patente wurden in die schwäbische Murrplastik-Gruppe mit den Unternehmen Murrplastik Produktionstechnik und Murrplastik Systemtechnik übertragen.

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