Maschinensicherheit TÜV Süd und Quant Pi ebnen Weg für sichere autonome Maschinen

Quelle: TÜV Süd 2 min Lesedauer

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Um Vorgaben des EU AI Acts und der Maschinenverordnung zu erfüllen, kooperieren TÜV Süd und Quant Pi. Gemeinsam schaffen sie belastbare, statistische Prüfverfahren für KI-Systeme in der Robotik und Industrieautomation.

Damit autonome Maschinen konform zum neuen EU AI Act betrieben werden können, braucht es künftig statistisch abgesicherte und zertifizierbare Testnachweise für die eingesetzten KI-Systeme. (Bild:  © Oleksandr - adobe.stock.com / KI-generiert)
Damit autonome Maschinen konform zum neuen EU AI Act betrieben werden können, braucht es künftig statistisch abgesicherte und zertifizierbare Testnachweise für die eingesetzten KI-Systeme.
(Bild: © Oleksandr - adobe.stock.com / KI-generiert)

Mit dem EU AI Act und der neuen Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 stehen Anlagen- und Maschinenbauer vor einer neuen Herausforderung: Übernimmt Künstliche Intelligenz (KI) Sicherheitsfunktionen, müssen Hersteller deren Zuverlässigkeit lückenlos nachweisen. Um diese Lücke zwischen Gesetzgebung und technischer Umsetzung zu schließen, arbeiten TÜV Süd und das Softwareunternehmen Quant Pi künftig bei der Prüfung und Bewertung von KI-Systemen zusammen. Quant Pi bringt sich dabei als weltweit erstes Carat-Partnerlabor des TÜV Süd ein.

Bisher mangelte es an etablierten Verfahren, um die Sicherheit von KI mit statistischer Aussagekraft und reproduzierbarer Methodik für eine Zertifizierung nutzbar zu machen.

Statistik statt klassischer Benchmarks

Bisher mangelte es an etablierten Verfahren, um die Sicherheit von KI mit statistischer Aussagekraft und reproduzierbarer Methodik für eine Zertifizierung nutzbar zu machen. Hier setzt die Plattform von Quant Pi an: Sie beschreibt das Verhalten von KI-Systemen mit statistischen Garantien und definierten Konfidenzgrenzen.

Ein großer Vorteil für Entwickler: Die Methode ist modellunabhängig. Weder der Zugriff auf interne Modellparameter noch auf die ursprünglichen Trainingsdaten ist erforderlich. Da Quant Pi unter einem an der ISO/IEC 17025:2017 ausgerichteten Qualitätsmanagementsystem arbeitet, sind die Prozesse auditierbar. TÜV Süd nutzt diese Ergebnisse als belastbare Grundlage für künftige Konformitätsbewertungen.

wie sie ihre Entwicklungsabteilungen und Prozesse aufstellen müssen

Konstruktionsleiter-Forum Spotlight
(Bild: VCG)

Die Maschinenverordnung (MVO) und der Cyber Resilience Act (CRA) stellen neue Anforderungen an Security-Maßnahmen für vernetzte Komponenten und Systeme. Dies stellt Hersteller und Betreiber von Maschinen und Anlagen sowie Zulieferer von Komponenten und Systemen vor große Herausforderungen.
Das Konstruktionsleiter-Forum SPOTLIGHT schärft das Bewusstsein für die Anforderungen sowie deren Konsequenzen, die auf Unternehmen zukommen.
 

Fokus auf Physical AI und autonome Roboter

Besonders relevant ist die neue Testmethodik für die sogenannte Physical AI – also für autonome mobile Roboter (AMR), fahrerlose Transportsysteme (FTS) und KI-gesteuerte Maschinen. Da sich diese Systeme in dynamischen Produktionsumgebungen bewegen und mit Menschen interagieren, lässt sich ihr Betriebsraum kaum vollständig durchtesten. Statistische Verfahren schaffen hier die notwendige Basis, um aus einer definierten Zahl von Tests verlässliche Aussagen über das Systemverhalten abzuleiten.

Eingebettet in ein globales Ökosystem

Die Zusammenarbeit ist in das wachsende Ökosystem für Physical-AI-Sicherheit eingebunden. Beide Unternehmen sind Mitglieder des Nvidia-Halos-Ökosystems, einer Safety-Plattform für autonome Maschinen. Für Hersteller von Automatisierungstechnik entsteht dadurch ein klarer Pfad: KI-Systeme lassen sich künftig systematisch testen, rechtssicher bewerten und somit konform und skalierbar in internationale Märkte bringen.

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