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Strahlenvernetzte Leitungen sind der Clou
Die Solarleitungen von Lapp werden im Werk von Lapp Korea produziert – auch die wasserdichte. Im Werk befindet sich auch eine eigene Elektronenstrahl-Vernetzungsanlage, die vor zwei Jahren in Betrieb genommen wurde. Die Vernetzung mit Elektronenstrahlen verleiht gewöhnlichen „Allerwelts“-Kunststoffen wie Polyethylen oder Polyamid die Eigenschaften von Hochleistungs-Kunststoffen, sodass sie sich auch unter Bedingungen einsetzen lassen, für die sie normalerweise nicht geeignet sind. Das Verfahren stellt somit eine kostengünstige Alternative zur Verwendung teurer Spezialkunststoffe dar. Durch die Energie der eingesetzten Strahlung, die im Kunststoff absorbiert wird, bilden sich bei der Elektronenstrahl-Vernetzung so genannte „Radikale“. Diese reagieren chemisch miteinander und stellen eine Verbindung zwischen den Molekülketten her, wodurch die mechanischen und chemischen Eigenschaften verbessert werden. Strahlenvernetzte Leitungen weisen eine weitaus verbesserte Wärmeformbeständigkeit bei höheren Gebrauchstemperaturen, eine verbesserte Verschleiß- und Abriebfestigkeit, bessere Rückstelleigenschaften und größere Beständigkeit gegenüber Lösungs- und Reinigungsmitteln oder anderen Betriebsstoffen aus.
Da die Strahlenvernetzung im Werk unabhängig von der eigentlichen Herstellung der Leitung erfolgt, kann der ursprüngliche Fertigungsprozess beibehalten werden. Eine Anpassung an die Anforderungen neuer Materialien oder neue Werkzeuge ist nicht erforderlich. Bernd Leushake: „Generell kann man sagen, dass selbst unter Berücksichtigung aller Kosten für die Vernetzung das Endprodukt immer noch günstiger ist, als bei der Verwendung von Hochleistungsmaterialien. Wenn also dem Betreiber oder Errichter einer Anlage bekannt ist, dass dort wo die Anlage gebaut werden soll die Gefahr von Überschwemmungen besteht, ist es in jedem Fall sinnvoll, etwas mehr zu investieren und möglichen Problemen vorzubeugen.
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