Schalttechnik

Überwachungsrelais kommunizieren über IO-Link direkt mit der Steuerung

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Vereinfachte Diagnose und Inbetriebnahme

Die zentrale Fehlerdiagnose und -ortung sowie die vereinfachte Inbetriebnahme bzw. Instandhaltung sind neben der bereits dargestellten einfacheren Systemarchitektur zusammengenommen der zweite wesentliche Aspekt, der IO-Link so interessant macht. Allein beim Betrieb von Elektromotoren gibt es eine Vielzahl von Anwendungsfällen, die Überwachungsrelais notwendig machen, wie sie Siemens im Sirius-Systembaukasten anbietet.

Ein typischer Fall aus der Praxis ist die Netz- bzw. einphasige Spannungsüberwachung. Hierfür gibt es im genannten Portfolio die Geräte Sirius 3UG48, die zwischen Verbraucherabzweig und Motor platziert werden. Neu ist nun, dass die Geräte steuerungstechnisch über IO-Link direkt an den Master angeklemmt werden und damit ein geschlossener Kommunikationskanal bis zur Steuerung vorhanden ist. So können Netz- und Spannungsfehler frühzeitig erkannt und behoben werden, bevor weit größere Folgeschäden auftreten.

So steigt die Verfügbarkeit

In der gleichen Gerätefamilie gibt es auch Varianten zur einphasigen Stromüberwachung bzw. „cos φ“- und Wirkstromüberwachung. Auch diese sind längst mit IO-Link-Anschluss erhältlich. So erhält die Steuerung rechtzeitig Informationen über Verschleißerscheinungen und Fehler. Letztendlich lassen sich dadurch Wartungsarbeiten rechtzeitig planen bzw. durchführen und Anlagenausfälle vermeiden. Beides erhöht die Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen.

Überwachungsrelais direkt an die Schütze stecken

Für Elektrokonstrukteure ist aus diesem Portfolio auch das Überwachungsrelais Sirius 3RR2 zum direkten Anbau an die Schütze Sirius 3RT2 für die mehrphasige Stromüberwachung interessant. Ohne zusätzlichen Verdrahtungsaufwand im Hauptstromkreis können über die Überwachung auf Stromüber- und unterschreitung hinaus auch noch ein Kabelbruch, Phasenausfall, Phasenfolgefehler oder Fehlerstrom sowie eine Motorblockierung detektiert werden.

Nur ein Gerät zum Überwachen der Drehmomentkurve

Auch hier gilt: Über die direkte Anbindung mithilfe von IO-Link lässt sich der Aufwand für die signaltechnische Integration in die Steuerungsarchitektur erheblich vereinfachen. Kurzum: Nur ein Gerät zum Überwachen des Motors entlang der gesamten Drehmomentkurve, also ohne separate Stromwandler, und nur eine Anschlussleitung für die Datenkommunikation, über die sämtliche Messwerte, Diagnosedaten und Parameterinformationen ausgetauscht werden.

Neben den reinen Überwachungsrelais für IO-Link, die selbst ohne Anbindung an eine Steuerung ihre Aufgabe zuverlässig erfüllen, bietet Siemens weitere Geräte mit Diagnose- und Messwertübertragung an eine Steuerung an.

Schützt vor Überlast

Mit dem Überlastrelais Sirius 3RB24 z. B. gelingt per IO-Link die komfortable Einbindung der Schalttechnik in die Steuerungsebene. Das Gerät ist in der Lage, beliebige Motoren vor Überlast zu schützen und steuert darüber hinaus die dafür notwendigen Schütze entsprechend der Befehle aus der Steuerung betriebsmäßig an. Ströme bis 630 A pro Phase werden mithilfe von externen Stromwandlern erfasst und an die Steuerung weitergegeben.

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