Messtechnik

Unterkühltes Arbeitsklima macht Durchflussmessgeräten nichts aus

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Willkommen in der Eiszeit

In einem mehrstufigen Testverfahren mit PanGas entwickelte Endress+Hauser sein Coriolis-Massedurchfluss-Gerät (Promass F)derart weiter, dass es der klirrenden Kälte trotzen und Druckschwankungen verhindern konnte. Ein spezieller Niedertemperaturaufbau brachte die sensible Elektronik auf sichere Distanz zum tiefkalten Medium, und im Sensor selbst wurde statt Stickstoff das Edelgas Helium verwendet, das sich auch bei -180 Grad nicht verflüssigt. Durch weitere, teils unkonventionelle Anpassungen schafften es die Ingenieure, die Messbedingungen so zu kontrollieren, dass der Gasvolumenanteil eine kritische Grenze nicht übersteigt. „Selbst extreme Temperaturschwankungen haben keine Fehlfunktionen zur Folge“, sagt Wolfgang Eichner.

Das Prozessleitsystem wird aus einer Zentrale in Deutschland ferngesteuert. „Wir verlassen uns also ganz auf Automatisierungstechnik“, sagt Wolfgang Eichner. „Vor Ort stellen drei Mitarbeiter die Wartung und Kontrolle sicher.“ Auch bei der Abfüllung wird jeder Schritt registriert. Die leeren Tanklastzüge werden bei der Einfahrt gewogen, sodass der Computer das Ladevolumen berechnen kann. Wird dieser Wert erreicht, wird der Vorgang automatisch beendet. Wenn ein Parameter nicht mehr stimmt, zum Beispiel ein Tank zu voll oder zu starke Vibration registriert wird, geht das System automatisch in einen sicheren Zustand über. „Wir könnten unsere Computer herunterfahren, und die Anlage würde trotzdem sicher weiterlaufen“, erklärt Beat Bättig. Die Messtechnik in der Abfüllanlage hat jedoch noch nie zu einer Abschaltung geführt. „Manchmal machen wir Stichproben, indem wir das beladene Gefährt nochmals wiegen und die Messungen abgleichen“, verrät Beat Bättig. „Doch die Werte waren bisher stets identisch.“

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