Studie Warum in den Werkshallen keine Panik vor KI herrscht

Quelle: Universität Augsburg 1 min Lesedauer

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Chatbots, selbstlernende Roboter, automatische Übersetzungen: KI ist in der Produktion angekommen. Doch wie verändert sie Arbeit und Betriebskultur?

KI ist längst Bestandteil der modernen Produktion.(Bild: ©  Success Media - stock.adobe.com)
KI ist längst Bestandteil der modernen Produktion.
(Bild: © Success Media - stock.adobe.com)

Künstliche Intelligenz hat in der industriellen Produktion bereits Einzug gehalten und wird von Beschäftigten überwiegend als praktische Unterstützung im Arbeitsalltag wahrgenommen. Laut einer Mitteilung zeigt eine explorative Studie der Universität Augsburg, dass Mitarbeitende KI deutlich häufiger als Entlastung denn als Bedrohung betrachten. Zugleich verändern sich jedoch Kommunikation, Verantwortungsfragen und Teamdynamiken in den Betrieben.

Der Augsburger Geisteswissenschaftler Sebastian Rosengrün hat dafür 27 qualitative Interviews in vier Unternehmen geführt. Untersucht wurde, wie KI Arbeitsbedingungen, Rollen und die Betriebskultur beeinflusst. Das Ergebnis: Statt verbreiteter Jobangst dominiert in den Werkshallen Pragmatismus. Vielen Beschäftigten ist bewusst, dass KI für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen wichtig ist. Teilweise äußern sie sogar Stolz darauf, dass ihr Arbeitgeber entsprechende Technologien einsetzt, heißt es weiter.

KI verändert Zusammenarbeit

In der Praxis kommen KI-Anwendungen bereits in unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz. Chatbots unterstützen bei der Recherche, erstellen Berichte oder fassen Meetings zusammen. Auch automatische Übersetzungen erleichtern die Zusammenarbeit in internationalen Teams und helfen bei der Integration ausländischer Fachkräfte, indem Anleitungen oder E-Mails schnell in verschiedene Sprachen übertragen werden können.

Gleichzeitig verändert die Technologie die Zusammenarbeit. Wenn KI Besprechungen protokolliert und To-dos generiert, verlassen sich Mitarbeitende stärker auf automatisierte Zusammenfassungen. Das führt laut Studie teilweise zu weniger gemeinsamen Diskussion und Verantwortungsgefühl. Zudem beobachten einige Befragte, dass etwa Auszubildende seltener eigenständig recherchieren.

Als zentrale Themen nannten die Beschäftigten Fragen nach Transparenz, Verantwortung und möglicher Leistungsüberwachung durch Algorithmen. Rosengrün empfiehlt daher, Betriebsräte frühzeitig einzubinden und klare Prozesse zu definieren. Einige Unternehmen setzen bereits auf interne KI-Ansprechpersonen oder regelmäßige KI-Sprechstunden, um Wissen im Betrieb zu verankern und Vertrauen aufzubauen.

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