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Projektierung und Installation bestimmen die Sicherheit von Systemen
Insbesondere bei elektrischen Begleitheizungssystemen für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen werden die festgelegten Ex-Parameter entscheidend durch die Systemkonfiguration bestimmt. Vor allem die Begrenzung der maximalen Oberflächentemperatur (Temperaturklasse) ergibt sich durch die Auslegung und die ordnungsgemäße Installation des Systems. Die Bedingungen hierfür sind je nach Bauart des Systems Bestandteil der Systemzulassung und in der Betriebsanleitung des Herstellers eindeutig beschrieben.
Zur Temperaturbegrenzung kann für die stabilisierende Bauart entweder die Gerätezertifzierung mit selbstbegrenzenden Heizbändern oder die Systemzertifizierung mit festgelegten Systemparametern angewendet werden. In kontrollierter Bauart erfordern die Systeme zur Überwachung der Temperaturklasse eine Sicherheitseinrichtung aus einem Temperaturbegrenzer und -sensor. Ausschlaggebend für die Sicherheit sind die fachgerechte Festlegung des Hot-spots und die ordnungsmäße Positionierung des Temperatursensors entsprechend der Betriebsanleitung.
Remote I/O-Systeme dienen dazu, Sensor- und Aktor-Signale prozessnah zu verarbeiten und über einen Feldbus an übergeordnete Systeme zu übertragen. Mit einer Systemzulassung ausgestattet, werden diese Automatisierungssysteme feldnah im Ex-Bereich (Zone 1/21) installiert. Der bestimmungsgemäße Einbau in ein entsprechendes Gehäuse oder einen vorhandenen Schaltschrank ist in der Betriebsanleitung beschrieben und ohne weitere Prüfung durch eine benannte Stelle möglich.
Für die komplette sicherheitstechnische Systembetrachtung ist der Nachweis der Eigensicherheit notwendig. Die Explosionsgruppe des Ex i-Systems ist abhängig von der Zusammenschaltung der zugehörigen Systemausgänge mit eigensicheren Sensoren und Aktoren und der Einhaltung entsprechender eigensicherer Kennwerte der Leitungen. Diese Aufgabe obliegt dem Errichter des Systems und ergibt aus der Norm EN 60079-14 Installation elektrischer Anlagen in Ex-Bereichen und der Betriebsanleitung des Herstellers.
Sicherheit im Paket
Der Zusammenbau mehrerer zertifizierter Geräte zu einer funktionalen Einheit wird als neues Gerät angesehen und entsprechend zertifiziert. Physical Property Analyzers dienen der automatischen prozessbegleitenden Analyse der Eigenschaften flüssiger petrochemischer Produkte. Hinsichtlich der Analyseverfahren und der Apparatur erfüllen sie ASTM-Normen. Als explosionsgeschützte Geräte (II 2G) ist die genau definierte Konfiguration mit einer CE-Kennzeichnung ausgestattet und verfügt über eine EG-Baumusterprüfbescheinigung bei elektrischen Geräten, Betriebsanleitung und EG-Konformitätserklärung. Änderungen der Baugruppe oder der Austausch von Geräten sind nur in Abstimmung mit dem Hersteller möglich.
Das Rezept für den sicheren Betrieb
Der Blick über den Tellerrand erhöht die Sicherheit und klärt die Eigenverantwortung. In allen Fällen werden vom Hersteller in der mitgelieferten Betriebsanleitung die speziellen Rahmenbedingungen für den sicheren Betrieb eines ATEX-konformen Gerätes oder Systems festgelegt - von der Projektierung über die Installation bis zur Reparatur und dem Umbau.
Die Betriebsanleitung ist somit ein wichtiges Bindeglied. Sie verbindet die produkttechnische Welt des Herstellers mit der anwendungstechnischen Welt des Betreibers und muss sicher aufbewahrt werden.
Zur Eigenverantwortung gehört neben der Pflicht auch die Fähigkeit, das eigene Handeln zu verantworten. Daher müssen die für die Installation und den Betrieb verantwortlichen und handelnden Personen über ausreichende Kenntnisse im Explosionsschutz und über die gerätetechnischen Besonderheiten wie Zündschutzarten und Technologie verfügen.
SPS IPC Drives: Bartec, Halle 4A, Stand 325
* Johannes Buhn, Bartec, Bad Mergentheim
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