Die Industrie steht vor zahlreichen Herausforderungen: Autonome Produktion, Klimaschutz, Lieferketten-Resilienz und Fachkräftemangel sind nur einige davon. Die Automatica will diese Probleme mit ihrem Angebot angehen.
In Halle A5 wird es interaktiv: In der sogenannten Test Zone kann jeder selbst anhand KMU-typischer Anwendungen ausprobieren, wie unkompliziert Roboterautomation mittlerweile geworden ist.
(Bild: Messe München GmbH)
Die Automatisierungsbranche trifft sich nach zwei Jahren wieder in München: Vom 24. bis zum 27. Juni findet die Automatica statt. Auf der Fachmesse dreht sich alles um die Schlüsseltechnologien der Automatisierung. Rund 770 Aussteller aus 40 Ländern geben einen Einblick in die aktuellen Trendthemen, darunter künstliche Intelligenz und humanoide Robotik. Thematisch zum ersten Mal vertreten ist zudem die industrielle Gesundheitswirtschaft von Grundlagentechnologien, über Laborautomation bis hin zur klinischen Robotik. Auf dem Messegelände in München belegt die Automatica insgesamt sechs Hallen. Gleichzeitig findet auf dem Gelände auch in diesem Jahr wieder die Laser World of Photonics und die World of Quantum statt. Besucher der Automatica erhalten auch zu diesen Ausstellungen Zutritt und können sich so zusätzlich über Lasersysteme und Optoelektronik sowie Quantentechnologie informieren. Ein ähnliches Angebot gab es auch schon während der Automatica 2023.
Die Messeveranstalter betonen, dass die Automatica als führende Plattform in der Branche der Automatisierer gelte. Der Grund: Die Fachmesse bildet mit ihren Angeboten und Ausstellern die komplette Wertschöpfungskette der industriellen Automatisierung ab. Besucher können sich in den Hallen über einzelne Komponenten, komplette Systeme, schlüsselfertige Applikationen und hoch qualifizierte Dienstleitungen informieren. Weitere Ausstellungsthemen sind unter anderem Montage- und Handhabungstechnik, Industrie- und Servicerobotik, industrielle Bilderarbeitung sowie Software und Cloudcomputing. 2023 zählten die Veranstalter 650 Aussteller aus 34 Ländern und rund 40.000 Besucher.
Auf einer guten Fachmesse darf auch ein hochkarätiges Rahmenprogramm nicht fehlen, weiß Anja Schneider, Projektleiterin der Automatica: „Unser facettenreiches Rahmenprogramm wirft einen Rundumblick auf Automation und Robotik und bietet für das komplette Themenspektrum an Trends, Entwicklungen und Technologien ein lückenloses Informationsangebot. Wer sich zu welchem Fachgebiet auch immer updaten will, auf der Automatica findet er das passende Angebot mit besonderem Augenmerk auf Dialog und Hands-On-Formate.“
Auf der Sonderschau Connected Machines (Halle B5, Stand 224) präsentieren Experten sowie Organisationen wie OPC-Foundation und Umati, was heute möglich ist – und wie Konnektivität noch einfacher wird. Smart Maintenance+ (Halle B6, Stand 520) informiert mit einem Mix aus praxisnahen Anwendungen, Produktpräsentationen, Vorträgen und Workshops darüber, wie die Instandhaltung der Zukunft optimale Verfügbarkeit sichert, die TCO minimiert und den Profit steigert. Und auf der messeübergreifenden Sonderschau Photonics meets Robotics (Halle A3, Stand 433) lernen die Besucher laut Veranstalter, wie die Vision von selbstlernenden Produktionsmaschinen und einer vollautomatisierten First-Time-Right-Production greifbar wird, wenn künstliche Intelligenz das Beste aus der Photonik und Robotik zusammenbringt.
Neben weiteren Programmpunkten findet außerdem „munich_i“, die Hightech-Plattform für KI und Robotik statt. Diese besteht aus dem Hightech-Summit am Dienstag, 24. Juni, der Robotik- und KI-Sonderschau AI.Society sowie dem hybriden Robotik-Wettbewerb Robothon. Organisiert wird dies von der Automatica gemeinsam mit dem MIRMI (Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence) der Technischen Universität München. Eliten aus Forschung und Industrie – darunter Vordenker von Google, Microsoft, Meta und Nvidia – diskutieren dort über die Zukunft KI-gestützter Robotik.
Projektleiterin Schneider: „Eine Leitmesse muss auch in puncto Rahmenprogramm führend sein – und mit erfolgreichen Formaten einen echten Mehrwert bieten. So bestätigten 96 Prozent der Besucher 2023 die Relevanz und Aktualität des Rahmenprogramms. Natürlich haben wir auch dieses Jahr alles dafür getan, diese hohen Erwartungen zu erfüllen.“
Anfahrt und Tickets
Die Fachmesse hat vom 24. bis zum 27. Juni täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Lediglich am letzten Messetag schließen sich die Tore bereits um 16 Uhr. Die Öffnungszeiten der Parallelveranstaltungen sind identisch. Alle Hallen der Automatica befinden sich im Zugangsbereich Eingang Ost der Messe München. Besuchern wird deshalb empfohlen, mit der U-Bahn-Linie U2 zur U-Bahn-Haltestelle Messestadt Ost zu fahren. Diese ist vom Hauptbahnhof München ohne Umstieg in 20 Minuten erreichbar. Autofahrer erreichen das Messegelände über die A94, Ausfahrten Feldkirchen-West (Ausfahrt Nr. 6) bzw. München-Riem (Ausfahrt Nr. 5). Das Parken am Messegelände kostet im Freien 15 Euro pro Tag, im Parkhaus 21 Euro pro Tag.
Stand: 08.12.2025
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Tagestickets sind online auf der offiziellen Messeseite für 44 Euro und Vier-Tage-Tickets für 89 Euro erhältlich. Ein ermäßigtes Ticket für Schüler, Studierende, Auszubildende, Teilnehmer an Freiwilligendiensten (Bundesfreiwilligendienst, Freiwilliges Soziales Jahr, Freiwilliges Ökologisches Jahr), Schwerbehinderte ab 50 Prozent und Rentner kostet 26 Euro. Schüler, Auszubildende und Studierende erhalten zudem am Messefreitag ein kostenloses Nachwuchsticket. Der Zugang zum munich_i Hightech-Summit kostet für den gesamten Tag 470 Euro und für den Nachmittag 240 Euro.
Die App zur Messe
Damit Besucher ihren Besuch auf der Automatica besser planen können, stellen die Veranstalter die offizielle App zur Fachmesse im Google Play Store und im Apple Store kostenlos zur Verfügung. Nutzer können dort das Ausstellerverzeichnis nach ihren Interessen filtern und relevante Unternehmen für den Messebesuch markieren. Auch das Rahmenprogramm kann via App eingesehen werden. (kip)