Interview bei Beckhoff in Verl

Wer will – kann jetzt kräftig sparen

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Eine schaltschranklose Maschine ist also schon realisierbar?

Zumindest im 24V-Umfeld steht bereits ein komplettes Ethercat-P-Portfolio zur Verfügung. Grundsätzlich gilt: Der Anwender kann es realisieren, muss aber nicht. Die freie, flexible Topologiewahl und auch die gemischte Nutzung von Ethercat und Ethercat P bringt eben genau das mit sich. Linien-, Stern- und Baumstrukturen lassen sich miteinander kombinieren, um Anlagen möglichst kostengünstig auszulegen. Zudem kann man jetzt zusätzlich ganz nach Bedarf zwischen Ethercat und Ethercat P wechseln.

Wenn separate Versorgungsleitungen wegfallen, dürfte sich das auch Platz sparend auswirken…

Das ist ganz klar ein großer Vorteil für die Maschinenbauer, denn dadurch lässt sich natürlich der benötigte Bauraum in Schleppketten, Schaltschränken und in der Maschine selbst reduzieren. Kleinere und übersichtlichere Kabeltrassen, ebenso wie kompaktere Sensoren und Aktoren sind möglich. Das bedeutet deutlich mehr Freiheiten im Anlagendesign.

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Für die Planung einer solchen Maschine werden die einzelnen Verbraucher und Kabellängen mit unserer Software Twincat konfiguriert, um damit das Ethercat-P-Netzwerk bestmöglich auszulegen. Dadurch ergibt sich weiteres Einsparpotenzial hinsichtlich der benötigten Einspeisungen und Netzteile. Hat der Anwender bisher oft überdimensioniert, um etwa Spannungsfehler auszuschließen, wird das jetzt vorab sichtbar und lässt sich vermeiden.

Wie sieht es dabei mit der Offenlegung der Technologie aus?

Das Technical Committee der Ethercat Technology Group, kurz ETG, hat Ethercat P bereits als Spezifikationserweiterung für Ethercat übernommen und stellt dies somit allen Mitgliedern zur kostenfreien Integration zur Verfügung. Viele Anwender haben bereits großes Interesse signalisiert und wir gehen davon aus, dass bald zahlreiche ETG-Mitglieder dies in ihren Produkten unterstützen werden.

Was bietet Ethercat P im Kontext zu Industrie 4.0?

Es ist der ideale untergelagerte Sensor-, Aktor- und Messtechnikbus mit dem der Anwender ganz einfach seine Messpunkte im Feld platzieren kann, um die Daten, etwa in eine Cloud, weiterzuleiten. Das fördert das modulare Denken der Maschinenbauer und reduziert wiederum den Aufwand, das Ziel zu erreichen, einzelne Geräte und einzelne Sensoren so intelligent zu machen, dass sie für Industrie 4.0 besser nutzbar werden.

SPS IPC Drives: Halle 7, Stand 406

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