Interview mit Sensopart Industriesensorik

Wie Vision-Sensoren für einen schnellen Blob sorgen

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Wieviel Intelligenz im Sensor macht Sinn?

Dies hängt immer vom Einsatzgebiet ab. Vision-Sensoren sind durch die integrierte Beleuchtung, Optik und Schnittstellen sowie die Vielzahl der Funktionen mittlerweile richtige Alleskönner geworden. Der Visor verarbeitet etwa auch Encodersignale und hat einen speziellen digitalen Ausgang, um einen Auswerfer direkt anzusteuern. Er ist aber andererseits nicht dafür gedacht, die Bilddaten von mehreren Produktionsschichten im Gerät zu archivieren oder statistische Auswertungen über die letzten Wochen damit zu machen. Sollte dies jedoch gefordert sein, bieten wir die Möglichkeit solche Daten, Bilder und Ergebnisse, mittels einer FTP- oder SMB-Archivierung in ein Netzwerk abzulegen.

Ihr Credo lautet, nicht das heute Mögliche ist Ihr Maß, sondern die Vision des künftig Erreichbaren und Ihren Kunden stets den innovativsten Sensor für die Automatisierung anzubieten. Auf was dürfen wir auf der VISION 2014 gespannt sein?

In den letzten zwei Jahren seit der letzten Vision-Messe haben wir einige Weiterentwicklungen zur Marktreife gebracht, unter anderem haben wir unsere Visor-Geräte mit einer Profinet-Schnittstelle, Bildchips mit 1.3 MP in monochrom oder Farbe und dem Messschieber deutlich aufgewertet.

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Unsere Neuheit wird die serienmäßige Einführung der Blob- Funktion in allen Visor Objekt- und Color-Varianten sein. Diese ermöglicht es dem Anwender, wesentliche Merkmale komplexer Teile – beispielsweise Position, Drehlage, Fläche, Umfang – zu erfassen und die gewünschten Auswertungen mit wenigen Mausklicks zu konfigurieren. Im Unterschied zu anderen Detektoren lassen sich mit dem Blob-Detektor zudem mehrere Teile gleichzeitig, das heißt in einem Bild, begutachten. Die bereits vorher erwähnte Bauch-/Rückenlagenerkennung, bei der die lagerichtige Zuführung unsymmetrischer Teile mit einer Abfrage erkannt wird, stellt hierbei das Highlight der Funktion dar. Der Visor ist aktuell der einzige Vision-Sensor auf dem Markt, der diesen Wert berechnen kann.

Wohin geht die Entwicklung der Vision-Sensoren aus Ihrer Sicht in den nächsten fünf Jahren?

Die Komplexität der Bildverarbeitungsalgorithmen wird sich mehr und mehr im Hintergrund abspielen. Die Geräte werden in vernetzte Umgebungen eingebunden und kommunizieren über Ethernet-basierte Protokolle mit den Anlagensteuerungen. Digitale Ein-/Ausgänge oder auch die serielle Schnittstelle werden durch Schnittstellen wie Profinet oder Ethernet/IP weiter verdrängt werden. Höher auflösende Vision-Sensoren werden die Geräte mit klassischer VGA (640x480 Pixel) vom Markt verdrängt haben. Aber auch hinsichtlich Geschwindigkeit werden die Vision-Sensoren in den kommenden Jahren dank neuer CPU-Technologien auf dem Markt nochmal deutlich zulegen und die Messlatte wieder weiter nach oben schieben.

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