Anschlussdosen Zuverlässiger Anschluss für Photovoltaikanlagen
Als in den 80er Jahren nach diversen Ölkrisen das Umweltbewusstsein der Bevölkerung stieg und die Nutzung der sauberen Sonnenenergie immer mehr zum Thema wurde, waren auch die ersten Photovoltaikanlagen reif für den Markt. Günther Spelsberg gehörte zu den ersten Unternehmen, die sich hier engagierten und Anschlusssysteme speziell für Photovoltaik-Module entwickelten.
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Um einen effizienten, sicheren und langjährigen Betrieb von Photovoltaik (PV)-Anlagen zu gewährleisten, ist eine umfangreiche Elektroinstallation mit zuverlässigen Komponenten zwingend notwendig. Eine partielle Abschattung der PV-Module kann beispielsweise an bestimmten Stellen der Oberfläche zu höheren Spannungen und dem Hot-Spot-Effekt führen. Im schlimmsten Fall werden dabei Löcher in das Zellmaterial gebrannt. Durch antiparallel geschaltete Bypassdioden kann man den Hot-Spot-Effekt in der Anschlussdose zwar verhindern, gleichzeitig würde die Leistung des Moduls aber erheblich abfallen.
Hohe Anforderungen erfüllen
Anschlussdosen für Photovoltaikanlagen müssen besonders stabil sein. Voraussetzung ist eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber langanhaltender, intensiver Sonneneinstrahlung und der damit verbundenen hohen Temperaturen, aber auch gegen niedrige Temperaturen und rasch folgende Temperaturschwankungen. Darüber hinaus dürfen weder Spritzwasser, Strahlwasser, Kondenswasser noch Staubpartikel die Funktionstüchtigkeit und Sicherheit der PV-Anschlussdosen gefährden. Für alle Komponenten gelten zudem besonders strikte Brandschutzbestimmungen.
Um höchste Sicherheits- und Qualitätsstandards zu erfüllen, unterzieht Spelsberg alle seine Produkte strengsten Tests. Aufgrund seiner hohen Qualifikation und langjährig belegten Kompetenz darf der Gehäusespezialist die notwendigen Zertifizierungen im firmeneigenen Labor vornehmen lassen. Am Firmenhauptsitz in Schalksmühle werden die Produkte hierzu nach den Vorgaben von TÜV, VDE und der US-Prüforganisation Underwriters Laboratories (UL) getestet und zertifiziert.
PV-Anschlussdosen im Härtetest
Bei Spelsberg beginnt das Prüf- und Zertifizierungsverfahren mit der Vermessung des Prüflings. Dabei gleicht ein dreidimensionaler Vermessungsarm die Strecken, Radien und Abstände am Prüfling mit den vorgegebenen 3D-CAD-Daten aus der Produktentwicklung ab. Im Anschluss folgen klimatische und mechanische Belastungstests.

So kommen beispielsweise Klimaschränke für Temperaturtests zum Einsatz, die Temperaturen von -40°C bis +180°C erzeugen können. Zur Simulation plötzlicher Temperaturschwankungen wird außerdem ein Klimaschockschrank eingesetzt, in dem die Prüflinge auf +80°C erhitzt und dann sekundenschnell in eine -40°C-kalte Kammer befördert werden. Abhängig vom Zertifizierungsprozess werden die Prototypen auch einem Tiefsttemperaturtest unterzogen und bei -35°C gealtert. Um den Alterungsprozess zu beschleunigen, können zusätzlich Warm-Kalt-Zyklen von bis zu 24 Stunden mit einer Kältephase von bis zu -70°C simuliert werden.
Ein weiteres Sicherheitsmerkmal bei PV-Anschlussdosen ist die schwere Entflammbarkeit der verwendeten Materialien. Spelsberg misst den Grad der Entflammbarkeit seiner Produkte mit einem Brandprüfgerät nach UL 94. Neben allen fünf Entflammbarkeitsprüfungen, die diese Norm vorschreibt, wird auch der horizontale und der vertikale Bunsenbrennertest durchgeführt. Damit erfüllen PV-Anschlussdosen von Spelsberg alle internationalen Standards dieser Prüfkategorie.

Die Dichtigkeit seiner PV-Anschlussdosen überprüft Spelsberg im Rahmen einer Wasserschutzprüfung, bei der die Dosen auf ein PV-Modul aufgebracht werden und längere Zeit Strahl- und Spritzwasser in unterschiedlicher Strahlintensität ausgesetzt sind. Nach Abschluss des Tests werden die Ergebnisse normativ bewertet. Die Zertifizierung des Produkts erfolgt dann nach IP-Schützprüfung IP X4 — X8 Wasserschutz EN des VDE sowie nach Vorgaben der US-Hersteller-Organisation NEMA (National Electrical Manufacturers‘ Association) und der Underwriters Laboratories für Wasserschutzprüfungen.
In den Spelsberg-Prüflabors werden alle Tests mit einer Lab-View-Workstation durchgeführt. Die auf 60 unterschiedlichen Kanälen dezentral erfassten Messdaten zeichnet ein Datenlogger auf, ausgewertet werden sie mit der Reporter-Software Diadem. Mit einer breiten Palette an Prüfverfahren, zu der die spezifischen Tests für PV-Anschlussdosen zählen, kann Spelsberg die hohe Qualität seiner PV-Anschlusslösungen garantieren, um die Effizienz und Langlebigkeit von Photovoltaikanlagen optimal zu unterstützen.
Günther Spelsberg
Tel. +49(0)2355 8920
Aussteller auf der Hannover Messe 2010: Halle 12, Stand E73
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