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Bildverarbeitung Zwei neue Richtlinien zur industriellen Bildverarbeitung erschienen

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die Richtlinienreihe „Industrielle Bildverarbeitung“ unterstützt Anwender mit strukturierten Vorgehensweisen bei Bildverarbeitungsaufgaben. Jetzt sind zwei neue Richtlinien erschienen.

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Zwei neue Richtlinien beschreiben und bewerten verschiedene Verfahren zur Prüfung von Bildverarbeitungssystemen.
Zwei neue Richtlinien beschreiben und bewerten verschiedene Verfahren zur Prüfung von Bildverarbeitungssystemen.
(Bild: Vitronic)

Die industrielle Bildverarbeitung ist für die Automatisierung häufig die notwendige Voraussetzung, um Produktivität und Qualität zu steigern. Die Richtlinienreihe VDI/VDE/VDMA 2632 hilft dabei, Bildverarbeitungssysteme einzusetzen. Zwei neue Richtlinien erweitern die Reihe jetzt.

Welches Verfahren sich eignet, die Klassifikationsleistung zu prüfen

Die neue Richtlinie VDI/VDE/VDMA 2632 Blatt 3.1 stellt verschiedene statistische Verfahren vor, um die Klassifikationsleistung zu prüfen. Damit sollen aus einem begrenzten Probenumfang valide Aussagen getroffen werden.

Vorgestellte Verfahren sind:

  • Abnahmestichprobe
  • Hypothesentext
  • Trennschärfenanalyse
  • Analyse der Merkmalsverteilungen

In einer Tabelle vergleicht die Richtlinie die Verfahren und beschreibt Vor- und Nachteile sowie nötige Voraussetzungen. Das soll Anwender dabei unterstützen, ein geeignetes Abnahmeverfahren zu finden.

Die Richtlinie kostet knapp 110 Euro, VDI-Mitglieder erhalten 10 Prozent Rabatt.

Erste Richtlinie, die sich einem Anwendungsgebiet widmet

Die zweite, neu erschienene Richtlinie ist die VDI/VDE/VDMA 2632 Blatt 4.1. Diese Richtlinie ist die erste in der Reihe, die sich einem speziellen Anwendungsgebiet widmet. Es geht um die Stabilitätsprüfung von Oberflächen-Inspektionssystemen in der Flachstahlproduktion.

Die Richtlinie beschreibt Konzepte, wie die Leistungsüberwachung von Oberflächen-Inspektionssystemen kontinuierlich gelingt. Das ist vor allem bei der Flachstahlproduktion kompliziert: Einige übliche Konzepte, um Bildverarbeitungssysteme zu prüfen, funktionieren bei der Flachstahlproduktion entweder gar nicht oder nur mit erheblichem Aufwand.

Die neue Richtlinie stellt folgende Verfahren vor:

  • Verwendung von Referenzmustern
  • Einschleusung von Simulationen
  • statistische Verfahren
  • Mehrfachinspektionen

Auch diese Verfahren werden mit ihren Vor- und Nachteilen diskutiert. Die Ergebnisse können sich gegebenenfalls auch auf andere Inspektionsaufgaben wie die von Aluminium, Papier oder Folien übertragen.

Die Richtlinie kostet knapp 100 Euro, VDI-Mitglieder erhalten 10 Prozent Rabatt.

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